Verdi

Retter in Not

  • schließen

Verdi-Aktion für gesunde Arbeitszeiten.

Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte im Rettungsdienst gebeten, ihre Arbeitszeiten zu dokumentieren. Denn die wiederkehrenden Verstöße gegen das Arbeitszeitgesetz gehörten inzwischen zu deren Arbeitsalltag. „Aus den sowieso schon überlangen Schichten werden 13- oder 14-Stunden-Arbeitstage.“ Eine Regeneration sei da nicht möglich.

Die Kritik richte sich nicht gegen Einsätze, die in den Feierabend hinein dauerten oder bei Katastrophen, betonte der zuständige Gewerkschaftssekretär für Hessen, Stefan Röhrhoff. „Es geht um die inzwischen täglichen Arbeitszeitgesetzverstöße, die durch eine entsprechende Planung vermeidbar sind.“ Die Dokumentationen will Verdi einige Zeit fortführen und dann der Politik übergeben.

Das Land Hessen hat den Kommunen und Landkreisen die Befugnisse zur Disponierung der Einsatzfahrzeuge des Rettungsdiensts übertragen. Nicht aber die Verantwortung für die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes. Doch weil es die Einsätze nicht disponiert, kann das Land dies nicht sicherstellen. Auch die Leitstellen fühlten sich nicht zuständig.

Im November 2017 habe Verdi das hessische Sozialministerium erstmals auf das Problem aufmerksam gemacht. Scheinbar wolle die Landesbehörde es aussitzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare