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Wasser fließt aus einem Hahn.

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Ressourcen schonen

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Trinkwasser sparen sollte zur Pflicht für Bauherren werden. Das ist nicht zu viel verlangt.

In der Tundra taut der Permafrostboden, in Australien wüten Buschfeuer wie nie, im Vogelsberg fallen die Quellen trocken. Das alles hat eine gemeinsame Ursache: den Klimawandel.

Von Frankfurt und den Städten des Rhein-Main-Gebiets aus sieht man davon nichts. Doch auch wenn das Trinkwasser weiterhin munter aus dem Hahn sprudelt, können auch die Stadtbewohner die Folgen der dramatischen Veränderungen auf unserem Planeten nicht ignorieren.

Denn sie werden es sein, die diese Folgen besonders hart zu spüren bekommen. Dann, wenn die flirrendheißen und staubtrockenen Sommer häufiger werden. Wenn auch im Winter nicht mehr genug Niederschlag fällt. Wenn das Stadtgrün verdorrt und die Temperaturen auch in der Nacht nicht mehr absinken wollen.

Die großen, politisch zu erreichenden Ziele wie die Reduktion des Kohlendioxid-Ausstoßes und die Beschränkung der Erderwärmung sind das eine. Das andere sind die Ziele, die jeder einzelne und die jede Kommune für sich erreichen kann. Eine ressourcenschonende Mobilität, das Einsparen von Energie und der schonende Umgang mit dem Trinkwasser gehören dazu wie mehr Grün und weniger Autos in der Stadt. Und die Verpflichtung von Bauherren, ihre Gebäude so klimaneutral und ressourcensparend wie möglich zu konzipieren. Ein zweites Leitungssystem für Brauchwasser ist da nicht zu viel verlangt. Die Städte sollten darauf bestehen.

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