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Der Renthof ist das Denkmal des Monats.  

Auszeichnung

Im Renthof in Kassel erfahren die Gäste viel von der Geschichte

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Das Hotel mit einer langen Historie wird zum Denkmal des Monats in Hessen. Zu entdecken gibt es dort viel.

Der Renthof in Kassel beherbergt heute ein stimmungsvolles Hotel, dessen Gäste noch viel von der langen Geschichte des Gebäudekomplexes ganz in der Nähe der Fulda erfahren können. Die Historie reicht weit in das Mittelalter hinein.

Die Karmeliter, ein Kreuzfahrerorden, kaufen Mitte des 13. Jahrhunderts ein Haus in Kassel und bauen dort ihre Brüderkirche mit Kloster. Im Zuge der Reformation wird das Kloster aufgelöst, der Kasseler Landgraf Moritz lässt den Komplex zu einer Hofschule umbauen.

Im Jahr 1633, mitten im Dreißigjährigen Krieg, wird im Nordwestflügel die Marburger-Kasseler Universität eröffnet. Wenig später ziehen mehrere Oberbehörden und Gerichte ein. Von da an heißt der Komplex, der direkt an die Brüderkirche angrenzt, Renthof. Nachdem die Bomben des Zweiten Weltkriegs Kassel in weiten Teilen in Schutt und Asche gelegt haben, wird der Renthof vom Verein für Volkswohl zur Unterkunft für pflegebedürftige alte Menschen umfunktioniert, die bis 2012 bestehen bleibt.

Schließlich erwirbt das Ehepaar Kirstin Homburg-Kleinkauf und Uwe Kleinkauf den historischen Komplex und schafft mit viel Fachwissen und Liebe zum Detail ein „Zusammenspiel zwischen historischer Architektursprache und modernen Elementen“, wie es das hessische Kunst- und Kulturministerium formuliert.

An diesem Freitag wird der Renthof als Denkmal des Monats ausgezeichnet – ein Prädikat, das das Ministerium in unregelmäßiger Folge an herausragende Objekte verleiht. Zuletzt erhielten diese Auszeichnung die Kiedricher Basilica minor und das Haus der Bildhauerfamilie Busch im Hanauer Stadtteil Steinheim.

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