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Intendant Kunzmann auf der coronakonform eingerichteten Zuschauertribüne.
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Intendant Kunzmann auf der coronakonform eingerichteten Zuschauertribüne.

Bad Vilbel

Trennwände zwischen den SitzenEXPERTENRAT

  • vonHolger Pegelow
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Intendant Kunzmann äußert sich zum Hygienekonzept der Burgfestspiele Bad Vilbel.

Trennwände zwischen den Sitzen, ein Stopp-Schild im Kartenbüro und ein Zelt vor den Toiletten – das sind nur einige der sichtbaren Auswirkungen des Hygienekonzepts der Bad Vilbeler Burgfestspiele. Von vielen anderen Maßnahmen merken die Zuschauer nichts. Eine gewisse Unsicherheit hatte es im Frühjahr noch gegeben, aber jetzt ist klar: Die Bad Vilbeler Burgfestspiele finden statt. Mit späterem Beginn und kleinen Änderungen im Spielplan kann das im gesamten Rhein-Main-Gebiet beliebte Theater in der historischen Wasserburg im Kurpark statt finden - mit Eigenproduktionen und Gastspielen. Die offizielle Eröffnung fand am vergangenen Freitag statt.

Nicht wenige hatten sich zu Jahresbeginn gewundert, dass Intendant Claus-Günther Kunzmann die große Bühne für den Burghof hatte aufbauen lassen. „Das alles hat einen mehrmonatigen Vorlauf, und die kleine Tribüne ohne Dach, die wir im Vorjahr aufgebaut hatten, wollte ich nicht mehr.“ 2020 waren die Burgfestspiele wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Dennoch hatten die Festspiele mit zwei Eigenproduktionen und dem kurzfristigen Aufstellen der kleinen Tribüne immerhin etwas sommerliches Theater zwischen die Burgmauern gebracht.

Schon 2020 hatte es dafür ein Hygienekonzept gegeben. „Das haben wir für dieses Jahr weiterentwickelt“, erzählt der Intendant. Oberstes Ziel sei: Abstand halten. Das sieht man allenthalben im Burghof und rund um die Burg. Im Hof selbst ist die große Tribüne zwar errichtet worden, es stehen aber wesentlich weniger Stühle in den Reihen als man das gewohnt ist. Und noch etwas fällt auf: Trennwände zwischen den Plätzen. „Wir haben uns für eine Kombination aus Holz und Acryl entschieden“, sagt Kunzmann mit Blick auf die Trennwände. Zudem sind die Stühle nur in jeder zweiten Reihe aufgestellt. „Damit die Zuschauer beim Heruntergehen nicht stolpern, sind zusätzliche Podeste eingebaut worden.“

Abstand halten gilt auch für den gastronomischen Bereich. Der Eisstand bleibt in diesem Jahr geschlossen. Zu groß die Gefahr, dass die Wartenden zu dicht an diejenigen geraten, die gegenüber am Getränkestand warten. Bei aktuell maximal 200 Gästen pro Vorstellung sieht Kunzmann aber eine gute Verteilung vor den Vorstellungen und in den Pausen an den insgesamt vier Ausgabestellen für Speisen und Getränke. Abstand halten gilt ebenso für die Toiletten. Schon im vergangenen Jahr hatte es beim Theatersommer eine Ampel gegeben. Denn die Toiletten dürfen nur von einer begrenzten Zahl an Gästen aufgesucht werden. Ist die Maximalzahl erreicht, springt die WC-Ampel auf Rot, und die Besucher:innen müssen warten. Aus dem Vorjahr habe man gelernt, dass es sinnvoller sei, noch ein Zelt für die Wartenden aufzustellen, falls es regnet. Bei den Toiletten orientiert man sich an den Quadratmetern und den aktuellen Regelungen.

Zum Hygienekonzept gehören laut Kunzmann auch tägliche Tests für die, die im „engeren Bereich der Festspiele tätig sind“. Ein Bürgertest in der Apotheke müsse ebenso vorgelegt werden wie etwa Selbsttests bei den Regieassistenten. Sprich: Auch die Schauspieler:innen sind verpflichtet, sich täglich zu testen oder testen zu lassen. Kleine Unsicherheiten bleiben trotzdem, denn es seien ja nicht alle ständig in Bad Vilbel. „Wenn sich ein Schauspieler etwa zu Hause bei seinen Kindern ansteckt, kann es sein, dass das ganze Ensemble in Quarantäne muss.“ Sprich: Änderungen im Spielplan sind nicht ausgeschlossen.

Beim Hygienekonzept haben sich die Burgfestspiele externen Rat eingeholt. Beraten werden sie von Bernhard Jahn-Mühl, der das Institut für Hygiene und Umweltmedizin am Frankfurter Markus-Krankenhaus leitet. Er habe etwa das ständige Lüften der Büroräume empfohlen, und es seien CO2-Messgeräte für alle Räume angeschafft worden. pe

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