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Die Pharmaindustrie trägt maßgeblich zu den guten Exportzahlen in Hessen bei.
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Die Pharmaindustrie trägt maßgeblich zu den guten Exportzahlen in Hessen bei.

Wirtschaft

Rekord-Export in Hessen erwartet

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Hessens Wirtschaft liefert mehr Waren ins Ausland als vor der Corona-Krise. Dabei haben die Unternehmen durchaus Probleme.

Trotz der Corona-Pandemie und Lieferengpässen könnten die hessischen Unternehmen nach Einschätzung des Hessischen Industrie- und Handelskammertags (HIHK) in diesem Jahr zum ersten Mal Waren im Wert von 70 Milliarden Euro ausführen. Bisher liegen nur Zahlen des statistischen Bundesamts für Januar bis Oktober vor. In diesem Zeitraum lagen die hessischen Exporte aber laut HIHK nicht nur rund 13 Prozent über dem Vorjahreswert, sondern auch gut fünf Prozent über denen des Jahres 2019, dem Jahr vor der Corona-Krise.

Das erfolgreiche Export-Geschäft sei gut für Hessen und die hiesigen Arbeitsplätze, sagte Jürgen Ratzinger, Federführer International beim HIHK, am Mittwoch. „Denn mehr als die Hälfte ihres Umsatzes erwirtschaftet die hessische Industrie im Ausland.“

Die hessische Wirtschaft exportiert immer mehr nach Polen

Besonders gut läuft derzeit nach Zahlen des HIHK das Auslandsgeschäft mit chemischen und pharmazeutischen Produkten. Dieses habe um 15 Prozent zulegt. Wichtigster Auslandsmarkt bleiben die Vereinigten Staaten. Die Kammern gehen davon aus, dass die hessischen Betriebe erstmals Waren im Wert von rund 9,5 Milliarden Euro in die USA exportieren könnten. Das wäre ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019. Stark gewachsen sind zudem die Ausfuhren nach Polen. Das Nachbarland ist mit einem Ausfuhrvolumen von etwa 4,8 Milliarden Euro nun das drittwichtigste hessische Exportziel nach den USA und Frankreich – und liegt damit noch vor China.

Der Hessische Industrie- und Handelskammertag spricht trotz der guten Zahlen von einem schwierigen Jahr für das hessische Exportgeschäft. Die Unternehmen litten etwa unter den Folgen der Corona-Pandemie. Wegen der Reisebeschränkungen sei es schwierig, Kontakt zu Kunden zu halten und Geschäfte abzuwickeln, berichtet Jürgen Ratzinger. Auch Lieferengpässe erschwerten das Geschäft.

Wirtschaftskammern rechnen mit starkem Wachstum in der Metropolregion Frankfurt

Obwohl auch die Klagen über einen Mangel an Fachkräften wieder deutlich zunehmen, blickt die Wirtschaft zumindest in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet relativ zuversichtlich in das neue Jahr. Nach einer Konjunkturprognose, die die Handels- und Handwerkskammern in der Metropolregion Ende November vorstellten, ist ein Wirtschaftswachstum von 5,2 Prozent drin.

Die Unternehmen in der Region suchen zudem wieder deutlich mehr Personal. Nach Schätzung der Kammern könnte die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im neuen Jahr um 54 000 steigen. Dann wäre Ende 2022 bereits wieder das Vorkrisenniveau überschritten.

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