Nidda

Reifenlager in Nidda liegt auf Eis

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Die Teilnutzung des ehemaligen Hornitex-Areals ist weiter offen. Bürgerinitiative hatte vor Belastungen durch Logistikverkehr gewarnt.

Auf dem Gelände der ehemaligen Spanplattenfabrik Hornitex wird kein Reifengroßlager entstehen. Die Bürgerinitiative für Lebensqualität in Nidda (Binle) hat den Verdacht geäußert, dass auf dem Gelände eine Halle hochgezogen wird, in der möglicherweise mehr als eine Million Reifen und Felgen gelagert werden könnten. Der damit verbundene Logistikbetrieb in Form von Lastwagenfahrten, werde die Anwohner erheblich belasten, so die BI. Zurzeit hat das Gelände nur eine Zufahrt.

„Das Projekt liegt aktuell auf Eis“, sagt Martin Bender, Geschäftsführer der Weimer GmbH in Lahnau bei Wetzlar, auf Anfrage der FR. Weimer ist Eigentümerin des Geländes, auf dem derzeit etwa ein Internethändler seine Räumlichkeiten hat. Es habe sich um ein Unternehmen aus dem Vogelsberg gehandelt, das montierte Neureifen an Autohändler liefert.

Wegen der gegenwärtigen Situation in der Branche, sei die Betriebsverlagerung nach Nidda gestoppt worden, so Bender. „Ich habe keine Information von der Firma, wie es weiter geht“, sagt er. Woher die Binle die Zahl habe, sei ihm schleierhaft, sagt er zu der angeblichen Dimension. Bürgermeister Hans-Peter Seum (parteilos) erklärt, dass überdies kein Bauantrag für ein Reifenlager vorliegt. Er betont, dass das Gelände auch künftig als potenzieller Gewerbestandort genutzt werden soll.

Mit Hornitex, später Pfleiderer, seien viele Arbeitsplätze in der Stadt verloren gegangen, die sie nun wieder benötige. Außerdem könne mit der Vermarktung die Bodensanierung vorangetrieben werden. „Die vermutliche künftige Belastung der Anwohner durch den Verkehr wird unter der liegen, wie sie einst war.“ Dazu soll laut Seum eine zweite Zufahrt zur Entlastung beitragen. Hierzu sei die Stadt in Gesprächen mit Hessen Mobil.

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