Kooperation

Der Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main wird größer

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Erstmals seit der Gründung tritt dem Zusammenschluss in Hessen eine Kommune freiwillig bei. Diese ist zwar klein, es muss aber nicht die letzte gewesen sein.

Die Gemeinde Limeshain im Wetteraukreis wird das 76. Mitglied des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main. Einen entsprechenden Antrag an den Verband haben die Gemeindevertreter einstimmig beschlossen. „Der Verband bietet einen guten Service, davon wollen wir profitieren“, sagte Bürgermeister Adolf Ludwig (SPD).

Damit tritt zum ersten Mal eine Kommune aus freien Stücken dem im Jahr 2011 gegründeten Regionalverband bei. Dessen Gebiet erstreckt sich von Münzenberg im Norden bis Groß-Gerau im Süden und von Eppstein im Westen bis nach Langenselbold im Osten. In den bislang 75 Mitgliedskommunen leben rund 2,4 Millionen Menschen. Künftig werden es dann knapp 6000 mehr sein.

Nach einem Beitritt übernimmt der Verband für Limeshain das Erstellen regionaler Flächennutzungspläne, unterstützt die Gemeinde beispielsweise bei Digitalisierungsstrategien, der Entwicklung von Energiekonzepten oder dem Erhalt von Streuobstwiesen.

Die Verbandsspitze hatte in den vergangenen Monaten bei den Wetteraukommunen, die noch nicht zum Verband gehören, für eine Mitgliedschaft geworben. „In Limeshain sind wir auf offene Türen gestoßen“, sagte Verbanddirektor Thomas Horn (CDU). Man freue sich, so Erster Beigeordneter Rouven Kötter (SPD), über den Beitritt.

Dem Wunsch nach Mitgliedschaft müssen noch der Verband selbst sowie das Wirtschaftsministerium zustimmen. Beitreten können grundsätzlich alle Kommunen, die an der Grenze des Verbands liegen. Wirksam werden kann die Mitgliedschaft Limeshains im Frühjahr 2021.

Bürgermeister Ludwig hofft, dass nun weitere Kommunen dem Beispiel von Limeshain folgen werden. „Der ländliche Raum würde damit in der Region ein größeres Gewicht bekommen“, sagte er. Auch in Nidda (Wetteraukreis) wird zurzeit über einen Beitritt beraten.

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