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Die Städte sehen in der Regionaltangente eine zusätzliche Wertsteigerung, die Anwohner haben Angst vor Lärmbelästigung. (Symbolbild)
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Die Städte sehen in der Regionaltangente eine zusätzliche Wertsteigerung, die Anwohner haben Angst vor Lärmbelästigung. (Symbolbild)

Neu-Isenburg

Regionaltangente wird verlängert

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Planungsgesellschaft schließt das Neubaugebiet Birkengewann an die Regionaltangente an. Die Linie wird dazu um 1,2 Kilometer verlängert.

Es ist beschlossene Sache: Die Regionaltangente West (RTW) wird in Neu-Isenburg um zwei Stationen bis zum Neubaugebiet Birkengewann verlängert. Das wurde am Freitagnachmittag im Rahmen einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz bekannt. Der Aufsichtsrat der RTW GmbH habe in seiner Sitzung am 31. März dem Wunsch der Stadt entsprochen, sagte Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos). In ein paar Jahren werden somit jede halbe Stunde 100 Meter lange Züge als Stadtbahn insgesamt fünf Haltestationen in Neu-Isenburg anfahren.

Ursprünglich sollte die RTW am Isenburg-Zentrum enden. Doch „läppische“ 17 Millionen Euro für die Anbindung von 6500 zusätzlichen Einwohnern und Beschäftigten haben den RTW-Aufsichtsrat überzeugt, die Linie um 1,2 Kilometer bis zum Gewerbegebiet Ost und zum Neubaugebiet Birkengewann zu verlängern. Durch die Anbindung des Isenburger Ostens erhöht sich der Kosten-Nutzen-Faktor für die Planungsgesellschaft. „Der wirtschaftliche Nutzen ist jetzt um 15 Prozent höher als die Kosten“, erklärte Geschäftsführer Rolf Valussi. Vorher waren es 13 Prozent.

Zwei 50-Meter-Waggons werden rund 720 Personen befördern können. Die Züge fahren auf nun 2,3 Kilometern ebenerdig mitten durch die Stadt. Bis zur Hälfte der Strecke teilen sie sich den Verkehrsraum mit den Autos, danach laufen sie bis zur Endhaltestelle Birkengewann auf einer eigenen Trasse. Dass das funktionieren wird, hat eine Mikrosimulation mit Echtzeitmessung aufgezeigt, die das Darmstädter Zentrum für integrierte Verkehrssysteme am Computer erstellt hat.

Der Bürgermeister bedankte sich ausdrücklich bei der Bonner Studentin Lorraine Bergmann, die durch eine Masterarbeit im Studienfach Bauwirtschaft im April 2015 den Nutzen der Trassenverlängerung für die Stadt aufgezeigt und damit die Grundlage gelegt hatte. Neu-Isenburg erwartet bis zum Jahr 2030 rund 10 000 zusätzliche Arbeitsplätze. Aktuell pendeln mehr als 24 000 Beschäftige in die Stadt ein, gut 11 000 Neu-Isenburger pendeln aus. Im Herbst soll das Planfeststellungsverfahren für die RTW beginnen, in einer Bürgerversammlung am 8. Juni können Anregungen vorgebracht werden.

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