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Regierung soll Alek helfen

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Linke: Kindeswohl muss Priorität haben.

Die Linke im Landtag hat die schwarz-grüne Landesregierung aufgefordert, unverzüglich die Wiedereinreise des 13-jährigen mazedonischen Jungen Alek zu ermöglichen. Dazu müsse die Einreisesperre gegen das Kind aufgehoben werden.

Der psychisch kranke Alek war vor einem Jahr allein nach Mazedonien abgeschoben waren. Er hatte in einer spezialisierten Jugendeinrichtung in Alsfeld gelebt. 

Seine Mutter ist tot. In Mazedonien kam Alek zu seinem drogenabhängigen und gewalttätigen Vater, obwohl die dortigen Behörden den hessischen Kollegen versichert hatten, dass seine Betreuung sichergestellt werde. 

Inzwischen wird er in der mazedonischen Stadt Kumanovo von seiner Großmutter, der Mutter seiner Mutter, betreut. Sie lebt in Deutschland, ist aber für die Betreuung nach Mazedonien gereist und hat dort das Sorgerecht für den Jungen erstritten. 

Die Linken-Fraktionsvorsitzenden Janine Wissler nennt Aleks Abschiebung „eine eklatante Missachtung rechtlicher Vorgaben zum Schutz von Kindern“. Das Kindeswohl müsse oberste Priorität haben. Dieses Gebot sei „hier klar verletzt“ worden. Dadurch seien „gnadenlos menschenrechtliche Standards außer Kraft gesetzt worden“, kommentierte Wissler. 

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