Oberusel

Raum für 650 Arbeitsplätze

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Oberursel Projektentwickler investiert 40 Millionen in Bürokomplex. „Ideale Anbindung“ nach Frankfurt.

Die Baugrube ist ausgehoben. Auf dem ehemaligen MKW-Gelände an der Frankfurter Landstraße haben die Arbeiten für den Bürokomplex Townus begonnen, in dem einmal rund 600 Menschen arbeiten sollen. Der Frankfurter Projektentwickler Benchmark investiert nach eigenen Angaben knapp 40 Millionen Euro in das Projekt. Die Hochbauarbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Die Fertigstellung des Gebäudes erwarten die Verantwortlichen für das zweite Quartal 2021.

Für den geschäftsführenden Gesellschafter von Benchmark, Götz U. Hufenbach, ist der Standort am südlichen Stadteingang von Oberursel bestens geeignet. „In Frankfurt sind nur noch wenige hochwertige Büroflächen verfügbar. Oberursel kann mit seiner idealen Anbindung nur wenige Kilometer vor den Toren Frankfurts punkten.“ Die U-Bahn-Haltestelle Oberursel-Bommersheim befindet sich nur einen Steinwurf von den geplanten Bürogebäuden entfernt, auch der S-Bahn-Halt Oberursel-Stierstadt ist gut zu erreichen. Zusätzlich entsteht auf dem 1000 Quadratmeter großen Grundstück ein Parkdeck mit 300 Stellplätzen.

Um eine Überlastung der Frankfurter Landstraße zu verhindern, hat die Stadt bereits die Fahrbahn zwischen Zimmersmühlenweg und Tabaksmühlenweg verbreitert und eine Extraabbiegespur auf das ehemalige MKW-Areal eingerichtet.

Von dem Bürokomplex verspricht sich Oberursels Bürgermeister Hans-Georg Brum (SPD) nicht nur „attraktive Arbeitsplätze“, sondern auch „ein sehr schönes Entrée“ für alle, die aus Richtung Frankfurt nach Oberursel kommen. Das sind pro Tag rund 20 000 Autos und 10 000 U-Bahn-Fahrgäste. Zudem rechnet Brum mit Impulsen für das Gewerbegebiet am Zimmersmühlenweg, das gerade erst durch die Insolvenz des Tourismuskonzerns Thomas Cook einen herben Verlust zu verkraften hatte.

Doppelte Internetleitungen

Benchmark hat das Projekt von der Wirena-Gruppe übernommen, die bereits vor anderthalb Jahren ihr Vorhaben präsentiert hatte, das damals noch Taunus Windows hieß. Die Rede war von insgesamt 12 000 Quadratmetern Bürofläche, verteilt auf drei miteinander verbundene Gebäudeteile, die vier, sechs und fünf Geschosse in die Höhe ragen sollten. An diesen Plänen orientiert sich auch der neue Eigentümer Benchmark. Technisch handele sich bei dem Townus-Komplex zwar nicht um eigenständige Baukörper, erklärt der Sprecher des Projektentwicklers, Daniel Gabel. Es werde aber drei Eingänge und höchstwahrscheinlich auch drei verschiedene Hausnummern geben.

Die Gesamtmietfläche hat sich um 1000 auf 13 000 Quadratmeter erhöht. Beim Zuschnitt der einzelnen Mietflächen sei man sehr flexibel, so Gabel. Los geht’s bei 360 Quadratmetern, es ist aber auch deutlich mehr möglich. Insgesamt könnten bis zu 30 Mieteinheiten entstehen. Je nach Ausgestaltung durch die künftigen Mieter biete das Gebäude Platz für 550 bis 650 Arbeitsplätze. Mit dem Vertrieb betraut ist der Immobilienberater Colliers International. Es gebe bereits mehrere Interessenten, teilt Gabel mit. Verträge seien aber noch nicht unterschrieben. Besonders hervor hebt der Investor die geplante digitale Ausstattung des Townus-Komplexes. Ziel sei eine sogenannte Wired-Score-Zertifizierung in Platin. Voraussetzung dafür sei neben einer leistungsfähigen Internetverbindung insbesondere die Redundanz der Internet- und Stromanschlüsse. Was bedeutet, dass wichtige Leitungen doppelt vorhanden sein müssen.

Auf dem Areal an der Frankfurter Straße hatte einst der Energieversorger Main-Kraft-Werke (heute Süwag) einen Standort. Das Grundstück in prominenter Lage liegt schon mehrere Jahre brach. Benchmark entwickelt deutschlandweit neben Büroimmobilien Hotels und Wohnungen. Die Gesellschaft hat Standorte in Frankfurt, Berlin und Duisburg.

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