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A49-Bauarbeiten

Räumungen und Rodungen in der Schlussphase

Auch bei Schnee, Matsch und Temperaturen um den Gefrierpunkt klettern im Dannenröder Forst Umweltaktivisten in Bäume und harren auf Barrikaden aus, um die Rodungen für den Autobahn-Weiterbau aufzuhalten. Doch die Arbeiten sind bereits weit vorangeschritten.

Die von Protesten begleiteten Räumungen und Rodungen für den Weiterbau der Autobahn 49 im Dannenröder Forst gehen in die Schlussphase. Von der insgesamt knapp drei Kilometer langen Rodungsstrecke seien noch rund 300 Meter zu räumen, teilte die Polizei am Mittwoch via Twitter mit. „Dabei ist uns durchaus die Emotionalität der Situation bewusst, die sich damit für einige ergibt“, hieß es weiter. Auch die Projektgesellschaft Deges bestätigte, dass die Fällarbeiten bereits weit fortgeschritten seien. „Nach aktueller Einschätzung erwarten wir, dass die Arbeiten vor Weihnachten abgeschlossen sein werden“, so ein Sprecher zur Deutschen Presse-Agentur.

Vor diesem Hintergrund rief die Polizei dazu auf, keine überhöhten Risiken einzugehen. „Wir geben bis zum Schluss unser Bestmöglichstes, Gefahren im #DannenroederForst zu minimieren und Personen, die sich auf Bäumen befinden, sicher zu Boden zu bringen“, so die Beamten. Alleine am Mittwoch betraf dies bei winterlicher Witterung bis zum Nachmittag rund 25 Menschen.

Im Dannenröder Forst nahe Homberg/Ohm (Vogelsbergkreis) werden Bäume für den A49-Ausbau gefällt. Dagegen protestieren Aktivisten, die das Waldgebiet seit mehr als einem Jahr besetzt halten und dort zahlreiche Baumhäuser, Plattformen und Barrikaden errichtet hatten. Seit 10. November räumt die Polizei das Waldstück Schritt für Schritt und holt dabei immer wieder Menschen von Bäumen und Barrikaden auf den Boden, um die Rodungen abzusichern. Auch viele Baumhäuser wurden bereits entfernt. Vorangegangen waren Rodungen im Herrenwald bei Stadtallendorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf sowie im ebenfalls nahe Homberg/Ohm gelegenen Maulbacher Wald.

Die A49 soll nach der Fertigstellung Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Umwelt- und Klimaschützer halten das Projekt für verfehlt, weil es einer umweltfreundlichen Verkehrswende entgegenstehe, die Befürworter versprechen sich davon weniger Lärm und Verkehrsbelastung in Dörfern der Region sowie eine bessere Straßenanbindung. (dpa)

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