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Lange Zeit waren Tischkicker wie hier im JUZ Bergen in Frankfurt verwaist.
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Lange Zeit waren Tischkicker wie hier im JUZ Bergen in Frankfurt verwaist.

Hessen

Räume für Kinder und Jugendliche

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Das Land Hessen fördert Veranstaltungen für die Jüngsten mit einer Aktionswoche im Rahmen des Weltkindertags. Kommunen und Träger wollen auf Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen bei Angeboten eingehen.

Ist noch Platz? Kann ich noch kommen? Das sind Fragen, die Andrea Filsinger und ihre Mitarbeiter:innen im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum (KJK) Sandgasse in Offenbach tagtäglich am Telefon gestellt bekommen. Aufgrund der Hygienevorschriften gibt es zwar keine Terminbuchungen, aber trotzdem nur ein gewisses Kontingent an Plätzen in den Räumlichkeiten, die das KJK anbieten darf.

Am Mittwochmorgen war der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose (Grüne) im offenen Bereich des KJK zu Gast und berichtete aus Gesprächsrunden mit den Jüngsten: „Kindern und Jugendlichen fehlen ganz besonders Räume, in denen sie sich ausprobieren, begegnen und selbst gestalten können.“ Das sei durch die Corona-Pandemie und die Kontakteinschränkungen „massiv verlorengegangen“. Das Land unterstützt Kinder und Jugendliche nun symbolisch dabei, sich diese Räume zurückzuholen, indem es 50 Begegnungsveranstaltungen mit je 500 Euro fördert. Die Aktionswoche „Into Focus“ wird rund um den Weltkindertag am 20. September stattfinden. Des Weiteren soll es ein Kinder- und Jugendrechte-Monitoring sowie ein Fachforum „Vielfalt und Qualität in der Jugendbeteiligung“ mit der Beteiligung von Fachkräften, Ehrenamtlichen, Schüler:innen und Mitgliedern von Jugendparlamenten geben. „Um allen Kindern und Jugendlichen bezahlbare Ferienreisen zu ermöglichen, fördert das Land Jugendreisen und Kinderfreizeiten pauschal pro Tag und Person“, ergänzte Klose. Das sei aber nur ein Teil der Hilfe.

Für die Umsetzung sind die Träger von Einrichtungen und die Kommunen verantwortlich. „Wir werden jetzt eine Bestandsaufnahme machen, die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen analysieren, um passgenaue Angebote zu entwickeln“, sagte die Offenbacher Sozialdezernentin Sabine Groß (Grüne). Schwerpunktthemen seien der Übergang von der Kita in die Schule sowie von der Schule in den Beruf. Miriam Zeleke, die Beauftragte der Landesregierung für Kinder und Jugendrechte, betonte, besonders wichtig sei es, auf die Jüngsten als Expertinnen und Experten zu hören.

Die JuCo-Studie II der Universitäten Frankfurt und Hildesheim hat ergeben, dass sich 40 Prozent von ihnen in der Pandemie einsam gefühlt haben. „Jugendliche haben eine gewisse Wut, Aggression und den Drang sich auszuleben“, sagte Filsinger. Es gebe auch Kinder, die Ängste hätten, wieder in großen Gruppen zusammen zu sein. Es werde eine herausfordernde, aber spannende Zeit.

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