+
Fahrradfahrer (Symbolfoto).

Verkehr

Radwege bauen oder Tempo drosseln

  • schließen

Der Frankfurter ADFC hat Ideen, wie sich die Situation für Radfahrer an elf entscheidenden Stellen verbessern lassen könnte.

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, schlägt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Frankfurt vor, die Geschwindigkeit auf einigen Hauptstraßen zu reduzieren oder die Infrastruktur für Radfahrer auszubauen.

Elf Beispiele zählt Bertram Giebeler, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC in Frankfurt, in der aktuellen Ausgabe der Fahrrad-Club-Zeitschrift auf. Dazu zählen die Straßen rund um den Hauptbahnhof, der Cityring, die Friedberger Landstraße.

Auf der Friedberger Landstraße zwischen Börneplatz und Egenolffstraße werde derzeit „zu oft gerast“, so Giebeler. Weil sich „niemand traut“, die Autospuren zu verringern, sollte die Stadt die Geschwindigkeit auf Tempo 30 senken. Gleiches schlägt Giebeler für Straßen am Hauptbahnhof, zwischen Platz der Republik und Baseler Platz, vor. „Selbst hartgesottene Radfahrer versuchen, diese Strecke zu meiden.“ Auf dem Cityring sieht er Bedarf, mehr Querungen für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen.

Koalition für Tempo 50

Tempo 30 statt Tempo 50 fordert er auf der Schweizer Straße, wo sich Straßenbahn, Autos und Räder den engen Straßenraum teilen. Solange die Parkplätze nicht wegfallen, sei nicht genug Platz für Radstreifen. „Also Tempo runter“, sagte er.

Auf der Offenbacher Landstraße Richtung Buchrainplatz, die die Stadt bis Februar 2018 umbaut und dabei eine durchgängige Radverkehrsführung schafft, seien 50 Stundenkilometer für Autos zu schnell. Weniger Tempo sollte seiner Meinung nach auf der Mörfelder Landstraße, von der Bahnüberführung zum Wendelsplatz, gelten.

Platz für Radwege fordert Giebeler auf der Gutleutstraße vom Ausgang des Hafentunnels bis zum Baseler Platz, auf der Ignatz-Bubis-Brücke und der Elisabethenstraße. Die Berliner Straße soll ab 2018 Radwege bekommen. „Bis dahin wäre Tempo 30 angemessen“, meint er. Solange die Radwege entlang der Hanauer Landstraße „an vielen Stellen unbefahrbar“ sind, müsse auf der Straße Tempo 30 gelten.

Die Akzeptanz für diese Forderungen ist in der Römer-Koalition gering. Das Mantra im Koalitionsvertrag lautet: „Die Regelhöchstgeschwindigkeit im Straßenverkehr beträgt in Hauptverkehrsstraßen 50 Stundenkilometer.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare