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Quarantänefälle in Schulen nehmen zu

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Von: Peter Hanack

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Kernfächer sollen bevorzugt unterrichtet werden. Dreimal so viele Infizierte wie nach den Sommerferien

Das hessische Kultusministerium und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) rechnen damit, dass immer mehr Lehrkräfte aufgrund von Infektionen oder einer Quarantäne nicht mehr in den Schulen unterrichten können. Dennoch solle weiterhin Präsenzunterricht stattfinden. Die Schulen erhalten dafür mehr Flexibilität beim Personaleinsatz und beim Stundenplan.

Der Schulstart sei ruhig verlaufen, bilanzierte Kultusminister Alexander Lorz (CDU) eine Woche nach Ende der Weihnachtsferien. Infizierte Schülerinnen und Schüler seien häufig gar nicht in die Schulen gekommen, da sie bereits zu Hause einen Test gemacht hätten. Sowohl bei Lehrkräften als auch in der Schülerschaft lägen die Quarantänezahlen bisher bei etwas mehr als einem halben Prozent.

In der ersten Woche nach den Ferien seien in den Schulen rund 1,7 Millionen Antigen-Selbsttests von Schülerinnen und Schülern sowie 112 000 von Lehrkräften gemacht worden. Bei Schülerinnen und Schülern seien knapp 4500, bei Lehrkräften 161 positiv gewesen. Durch einen PCR-Test seien knapp 2300 beziehungsweise 155 bestätigt worden. Das sind rund dreimal so viele wie nach den Sommerferien.

Bei Personalknappheit gebe das Land den Schulen ein Höchstmaß an Flexibilität in der Unterrichtsorganisation, versicherte Lorz. Der Fokus müsse auf den Kernfächern liegen. Lehrkräfte in Quarantäne könnten ihren Unterricht zudem digital von zu Hause aus halten. Im Unterricht gilt weiterhin die Maskenpflicht auch am Platz. Zusätzlich müssen sich alle nicht geimpften Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte dreimal pro Woche testen lassen.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Thilo Hartmann, forderte von der Landesregierung Klarheit darüber, bei welcher Verschärfung der Lage vom Präsenz- zum Distanzunterricht gewechselt werden solle. Zudem solle das Kultusministerium sagen, wie mit den zentralen Abschlussprüfungen umgegangen werde. Dabei müsse es dringend Anpassungen geben.

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