„Start-ups meet Services“

Die Quantencomputer kommen

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Start-Ups bieten Firmen auf einer Messe in Frankfurt ihre Dienste an, auch bei der IT-Sicherheit. Zum Beispiel gegen Angriffe von Quantencomputern.

Quantencomputer gelten als das nächste große Ding. „Manche sagen, sie werden in drei Jahren groß auf dem Markt sein, andere meinen in fünf Jahren. Aber alle sind sich einig, dass sie kommen werden“, sagt Rachid El Bansarkhani. Er ist Geschäftsführer von Quanticor Security. Das Start-up-Unternehmen, das aus der TU Darmstadt hervorging, schützt Rechner gegen Angriffe von Quantencomputern.

Den ersten kommerziellen Quantencomputer stellte IBM im Januar auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas vor. Der Rechner hat 20 Quantenbits, auch Qubits genannt. Sie können zwei Zustände annehmen, anders als Rechner mit Bits, die jeweils mit Nullen und Einsen operieren. Das macht Quantencomputer superschnell. „Quantencomputer haben die Fähigkeit, unsere gesamte IT-Infrastruktur außer Kraft zu setzen“, sagt Bansarkhani, der seine IT-Sicherheitsdienstleistung am Dienstag auf der Veranstaltung „Start-ups meet Services“ der IHK Hessen innovativ vorstellte.

Insgesamt 22 Start-ups priesen ihre Ideen an, unter anderem in einminütigen Kurzreferaten, Vertreter von 35 Unternehmen hörten zu. Die Start-ups suchten nach Auftraggebern und strategischen Partnerschaften, die etablierten Unternehmen hätten das Bedürfnis, den digitalen Wandel zu gestalten, teilweise fehlten aber Ideen oder technische Voraussetzungen, erklärte Thomas Niemann von IHK Hessen innovativ.

Conbee, ein Start-up aus Wehrheim, warb für seine Logistiklösung: „Wir bringen die Sachen zum Sprechen“, sagte Gesellschafter und Prokurist Matthias Welzbacher. Das Start-up helfe Logistikfirmen, Standort, Bewegung und Zustand von Produkten während der Herstellung nachvollziehbar zu machen. Dafür würden sogenannte Smart Tags, batteriebetriebene Sensoren, angebracht. „Das spart Such- und Fahrzeiten.“

Von den etablierten Unternehmen kam unter anderem Norbert Egger, Prozessentwickler Chemie bei Sanofi Aventis, zur Messe. Der internationale Konzern hat mehr als 100 000 Mitarbeiter, am Standort Frankfurt sind rund 7700 Menschen beschäftigt. Gerne würden Start-ups ihre Dienstleistung an den Pharmariesen verkaufen. Er sei auf der Suche nach „spezifischen Lösungen, die wir nicht in unserem Portfolio haben“, sagte Egger. Das könne eine neue Synthese für traditionelle Produkte sein oder eine effizientere Herstellung in der Produktionsanlage. Wie viele Aufträge vergeben wurden, will IHK Hessen innovativ noch auswerten.

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