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Publikum kommt wieder in Scharen

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Fest-Besucherin Diana Aversente mit ihren drei Kindern. juwi
Fest-Besucherin Diana Aversente mit ihren drei Kindern. juwi © JUWI

BAD SODEN Beim Sommernachtsfest ist die Freude groß über das Ende der Corona-Pause

Bunt angeleuchtet sind die Bäume, die den Kurpark an der Königsteiner Straße säumen. Auch das Badehaus ist blau angestrahlt. Gut gelaunt tummeln sich Menschen in den Parks und Gassen der Stadt. Die Freude scheint groß zu sein, dass am Samstag nach zweijähriger Corona-Pause endlich wieder das äußerst beliebte Sommernachtsfest stattfindet, das inzwischen den Beinamen "Nacht der Lichter" trägt. Durch die Innenstadt ziehen sich Verkaufsstände und Bühnen. Tausende Besucher feiern und tanzen auf den Straßen, teils bis zum Morgengrauen.

Über Feuer gesprungen

Schon seit der Eröffnung um 15 Uhr erkunden Diana Aversente und ihre drei Kinder die Festmeile. Die Angebote am Nachmittag sind auch auf den Nachwuchs ausgerichtet, etwa der Mitmachzirkus für kleine Gäste. "Ich bin über Feuer gesprungen", erzählt Töchterchen Arianna, die einen Luftballon in Händen hält. Am Schminktisch hat sie sich das Gesicht mit einem weißen Stern verzieren lassen. Ihr älterer Bruder Armando (9) sagt, dass er sich auch die Stände angeschaut habe. Von Müdigkeit ist bei den beiden Älteren selbst um 19.30 Uhr am Abend noch keine Spur zu sehen.

Vor der Konzertmuschel ist sehr viel los. Dort spielt gerade die Frankfurter PJ Fairley-Band einen Titel von Stevie Wonder. Es ist eine von sieben Stationen mit Live-Musik. Bands mit verschiedenen Stilrichtungen haben Mitglieder des örtlichen Vereins Blues-Haus im Namen der Stadt organisiert. Sechs Formationen in Folge treten alleine an der Konzertmuschel auf. Zum Schluss ist ab 22.30 Uhr "The Bruce Band" mit Party-Rock-Pop-Blues am Zug.

Im ganzen Park flanieren Besucher an den Verkaufs- und Essensständen vorbei. Larissa Bock und Sybille Rudolph haben sich mit einem Aperol Spritz auf der Mauer neben einem der Brunnen niedergelassen und genießen den Abend. Ihren gemütlichen Sitzplatz müssen sie allerdings aufgeben. Ein Polizeibeamter erklärt ihnen in ruhigem Ton, dass es eine Alkoholverbotszone gibt und sie sich leider mit ihrem Getränk woanders aufhalten müssen. Die Maßnahme dient als Vorbeugung gegen ausufernde Trinkgelage oft junger Männer, wie es sie in den Jahren zuvor gegeben hatte. Die beiden Besucherinnen aus Königstein sagen, dass sie den präventiven Ansatz verstehen. Allerdings sei es ihrer Meinung nach ausreichend, damit erst zu späterer Stunde zu beginnen, ab 21 oder 22 Uhr. Ihre Feierlaune lassen sie sich aber nicht verderben.

Wer das Gewimmel scheut, lässt sich durch eine winkende Puppe in talarähnlichem Schwarz-Weiß in die evangelische Kirche locken. Kirchenmitarbeiter sind auf dem Gelände davor mit einem Stand vertreten. Vor den Mauern am Eingang zum Quellenpark gegenüber wird derweil fröhlich getanzt, denn auch dort steht eine Bühne.

Auf Anfrage dieser Zeitung hat die Main-Taunus-Polizei gestern eine erste Bilanz gezogen. Ein Sprecher sagte, beim Sommernachtsfest sei es "unfassbar ruhig" zugegangen.

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