Rauschgifthandel

Prozess um „Zufallsfunde“

Illegaler Besitz von Rauschgift und Waffen werden einem 26 Jahre alten Mann vor dem Landgericht Frankfurt vorgeworfen.

In der Wohnung eines 26-Jährigen hatte die Polizei im März 2019 größere Mengen Haschisch und Marihuana sowie verschiedene Waffen, Böller und Projektile sichergestellt. Die Gegenstände waren Zufallsfunde - eigentlich ermittelten die Beamten gegen den 26-Jährigen wegen schweren Landfriedensbruchs. Er soll sich an einer Schlägerei in einem Fußballstadion beteiligt haben. Weil auch noch rund 8 000 Euro Bargeld in einer Schublade gefunden wurde, lautet die Anklage nun aber auf Rauschgifthandel mit Waffen (AZ 5240 Js 210758).

Vor Gericht gab der Angeklagte am Montag an, das Cannabis aus medizinischen Gründen konsumiert zu haben. Er leide seit einer Operation an starken Schmerzen. Die Waffen seien alt und unbrauchbar gewesen. Das Geld stamme von seinem Vater und aus einem kleinen Handel mit Kampfsportartikeln. Die Strafkammer beraumte einen weiteren Verhandlungstermin an, um Zeugen vernehmen zu können. Mitte September soll der Prozess abgeschlossen werden. (dpa)

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