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Das bringt der Tag

Prozess: Illegales Autorennen in Frankfurt

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Prozess um illegales Autorennen in Frankfurt +++ Straftäter aus Afghanistan zurückgeschickt: Rätselraten um Motive +++ Totes Baby von Viernheim: Mutter vor Gericht +++ Das bringt der Tag in Hessen und Rhein-Main

Ein grauer Tag in Frankfurt beginnt, zumindest, was das Wetter betrifft. Doch vor Gerichten in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet werden heute spannende Fälle verhandelt.

Frankfurt: Prozess um illegales Autorennen

Vor dem Amtsgericht Frankfurt müssen sich heute Morgen ab 9 Uhr zwei 26 und 28 Jahre alte Männer wegen eines nächtlichen Autorennens in der Frankfurter Innenstadt verantworten. Den Angeklagten aus dem Main-Kinzig-Kreis wird zur Last gelegt, im vergangenen Mai mit Tempo 100 durch die Berliner Straße gerast zu sein. Extra für dieses Rennen hatten sie laut Anklage Autos gemietet. Weil sie sich bereits zuvor auffällig im Straßenverkehr benommen hatten, wurde die Polizei auf die Männer aufmerksam und konnte die Raserei beenden. Das Gericht hat die Vernehmung von acht Zeugen geplant, will den Prozess aber gleichwohl an einem Verhandlungstag abschließen.

Darmstadt: Mutter muss sich nach Tod von Baby verantworten

Weil sie ihr wenige Wochen altes Kind umgebracht haben soll, steht von heute, 9 Uhr, an die Mutter in Darmstadt vor dem Landgericht. Der 32-Jährigen wird Totschlag vorgeworfen. Staatsanwaltschaft und ein psychiatrischer´Gutachter gehen davon aus, dass die Frau schuldunfähig ist. Deswegen prüft das Schwurgericht, ob sie bis auf weiteres in einer geschlossenen Klinik für Psychiatrie untergebracht wird. Das Kind soll im April 2017 gestorben sein. Ein Pilzsammler hatte im September 2017 den toten und skelettierten Säugling in einer Wickeltasche in einem Waldgebiet hinter dem Viernheimer Waldfriedhof nahe einer Autobahn gefunden. Die Frau wurde über einen DNA-Abgleich als Mutter der Babyleiche identifiziert. Für den Prozess sind vier Verhandlungstage bis zum 28. Januar geplant.

Hesssen: Schulverweigerer klagen in Straßburg

Christliche Eltern aus Hessen schicken ihre Kinder aus Überzeugung nicht in die Schule und wurden dafür bestraft. Heute verkündet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg seine Entscheidung über die Beschwerde des Paares. 

Das Paar aus der Nähe von Darmstadt unterrichtete seine vier Kinder zu Hause und widersetzte sich Aufrufen der Behörden, die Schulpflicht einzuhalten. Nach mehreren Gerichtsentscheidungen kamen die Kinder schließlich im Jahr 2013 für drei Wochen ins Heim. Die Eltern sehen dadurch ihr Menschenrecht auf Privat- und Familienleben verletzt. „Eine Familie wurde vom deutschen Staat auseinandergerissen“ , sagte der Anwalt Robert Clarke, der die Familie vor dem Straßburger Gerichtshof vertritt. Es sei das Recht von Eltern, ihre Kinder ihren Überzeugungen entsprechend zu erziehen. Mit dem Prozess in Straßburg bestehe "eine echte Chance, diesen Fehler zu korrigieren". Heimunterricht für schulpflichtige Kinder ist in Deutschland nicht erlaubt. In anderen europäischen Ländern sind die Regeln für Heimunterricht weniger streng.

Randale bei G20-Gipfel: Prozess in Hamburg geht weiter

Mit der Vernehmung eines Polizeibeamten soll der Prozess mit Angeklagten aus Hessen um die Zerstörungen an der Hamburger Elbchaussee beim G20-Gipfel fortgesetzt werden. Die Jugendkammer am Landgericht Hamburg habe heute den Ermittlungsführer als Zeugen geladen, sagte ein Gerichtssprecher. Angeklagt sind zwei 18-jährige Abiturienten und zwei Studenten im Alter von 22 und 24 Jahren aus dem Raum Frankfurt/Offenbach sowie ein 23-jähriger Gelegenheitsarbeiter aus dem ostfranzösischen Nancy. Ihnen wird schwerer Landfriedensbruch und Mittäterschaft bei Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und einem Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Die fünf jungen Männer sollen am 7. Juli 2017 an dem Aufmarsch von rund 220 schwarz Vermummten beteiligt gewesen sein, aus dem heraus 38 Autos beschädigt, Scheiben von Geschäften und Wohnungen eingeschlagen, Brände gelegt und Gebäude mit Farbe beschmiert worden seien. Am ersten Prozesstag kurz vor Weihnachten hatten die Verteidiger der vier Deutschen argumentiert, ihren Mandanten hätten keine Straftaten begangen. Es gebe auch keine Hinweise, dass sie die Zerstörungen gebilligt hätten.

Hessen: Straftäter aus Afghanistan zurückgeschickt

Die Leser von fr.de beschäftigt heute Morgen die Geschichte über einen Straftäter, der von Hessen nach Afghanistan abgeschoben wurde, postwendend von Kabul aber wieder nach Deutschland zurückgeschickt worden ist. In Deutschland herrscht Unklarheit darüber, warum dies geschah. Das Bundesinnenministerium teilte der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mit, Kabul habe Zweifel an der afghanischen Staatsangehörigkeit des 23 Jahre alten Mehrfachstraftäters geäußert. Nach Angaben des hessischen Innenministeriums hatte das afghanische Generalkonsulat seine Identität aber zuvor bestätigt. Der Mann, der zuletzt im nordhessischen Schwalmstadt im Gefängnis gesessen hatte, war in der Nacht zum Dienstag mit einem Sammelabschiebeflug von München nach Kabul gebracht worden. 

Griesheim: Bewaffneter Mann überfällt Getränkemarkt

Ein bewaffneter Räuber hat gestern Abend einen Getränkemarkt in Griesheim (Kreis Darmstadt-Dieburg) überfallen. Der Mann habe einen Mitarbeiter des Geschäfts in der Ottostraße gegen 17.50 Uhr  unentwegt mit seiner Waffe bedroht, teilte das Polizeipräsidium Südhessen mit. Währenddessen ließ sich der Täter von dem Angestellten Geld aus der Kasse in eine Plastiktüte packen. Der Räuber floh zunächst zu Fuß. Die Polizei suchte auch in der Nacht noch nach ihm. Der Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 1,75 Meter großm, schmächtige Gestalt, zur Tatzeit bekleidet mit Skimütze, blauer Jacke und dunkler Hose. Er soll Deutsch mit südländischem Akzent sprechen. Die Kriminalpolizei in Darmstadt nimmt Hinweise unter 06151-9690  entgegen.

Groß-Bieberau: Autofahrer prallt gegen Baum

Heute Morgen ist ein Fahrer bei Groß-Bieberau (Kreis Darmstadt-Dieburg) mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 36 Jahre alte Mann bei dem Unfall auf der Bundesstraße 38 in seinem Wagen eingeklemmt, die Feuerwehr befreite ihn. Der Mann und seine 30 Jahre alte Beifahrerin wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Die Unfallursache und die Schadenshöhe waren zunächst unklar. Andere Autos waren nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht in den Unfall verwickelt. (mit dpa)

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