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Andreas Goerke, Vorsitzender des Bündnisses „Fulda stellt sich quer“, hält in Fulda einen Brief in der Hand, mit dem sein Sohn mit Mord bedroht wurde.

Das bringt der Tag

Prozess in Hessen: Ex-JA-Mann soll Linksaktivisten terrorisiert haben

Dieburg: Polizist soll Dienstgeheimnisse an Rechtsextreme verraten haben +++ Suche nach vermisster Fünfjähriger geht weiter  +++ Das bringt der Tag in Hessen.

Heute beginnen in Hessen zwei wichtige Prozesse: Ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Jungen Alternative (JA) Hessen soll den Linksaktivisten Andreas Goerke  terrorisiert haben. Er muss sich in Fulda verantworten. In Dieburg (Kreis Darmstadt-Dieburg) steht ein Polizist vor dem Amtsgericht, weil er einer mutmaßlich rechtsextremen Bekannte Dienstgeheimnisse verraten haben soll.

Hessen: Prozess wegen Psychoterror beginnt

Wegen Psychoterrors gegen den Linksaktivisten Andreas Goerke muss sich ein Mann von heute an vor dem Amtsgericht Fulda verantworten. Angeklagt ist ein 36-Jähriger aus dem osthessischen Künzell wegen Missbrauchs von Notrufen und falscher Verdächtigung. Er soll am 11. Februar 2017 von einer Telefonzelle in Fulda die Polizei angerufen und unter dem Namen Goerkes behauptet haben, er habe gerade seine Frau erschossen. Die Folge war ein großer Polizeieinsatz, bis sich herausstellte, dass der Vorfall erfunden war. Laut Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte erreichen, dass Goerke zeitweise unter Mordverdacht gerät. Die Verhandlung beginnt heute um 9 Uhr.

Das Opfer des Psychoterrors, der politisch links orientierte Fuldaer Menschenrechtsaktivist und Gewerkschafter Andreas Goerke, ist Sprecher des Bündnisses „Fulda stellt sich quer“ - ein Verein, der gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus kämpft. Der Angeklagte ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Jungen Alternative (JA) Hessen, der Nachwuchsorganisation der AfD. Laut Anklage haben ihm die politischen Aktivitäten Goerkes missfallen haben. Er bestreitet die Vorwürfe. 

Bereits zuvor hatte sich Goerke Psychoterror ausgesetzt gesehen. Er erhielt nach eigenen Angaben eine Flut von Postsendungen und zahlreiche nicht aufgegebene Pizza-Bestellungen. Zudem ging eine Morddrohung gegen seinen damals 17-jährigen Sohn ein. 

Hessen: Polizist soll Geheimnisse an Rechtsextreme verraten haben

Ein Polizist muss sich von heute an vor dem Amtsgericht in Dieburg (Kreis Darmstadt-Dieburg) verantworten, weil er eine mutmaßlich rechtsextreme Bekannte mit Interna aus der Dienststelle versorgt haben soll. Dem 46 Jahre alten Mann wird unter anderem die Verletzung des Dienstgeheimnisses in zwei Fällen vorgeworfen. Nach Angaben des Gerichts ist neben dem Beamten auch eine 42 Jahre alte Frau angeklagt. Sie soll in Kontakt mit der gewaltbereiten Neonazigruppe „Aryans“ (Arier) stehen. Den Ermittlungen zufolge soll sie den Beamten zu den Taten angestiftet haben. Der Prozess beginnt heute um 10 Uhr.

In Hessen stehen zurzeit mehrere Polizeibeamte wegen mutmaßlicher Nähe zur rechtsradikalen Szene im Visier der Behörden. So ermittelt beispielsweise die Staatsanwaltschaft Frankfurt unter anderem wegen Volksverhetzung gegen mehrere Beamte.

Suche nach vermisstem Mädchen wird in Nordhessen fortgesetzt

Über einen Monat nach dem Verschwinden eines fünfjährigen Mädchens in Nordhessen geht die Suche nach dem Kind heute weiter. Spezialhunde sollen auf einem Boot den Teil der Fulda bei Guxhagen (Schwalm-Eder-Kreis) absuchen, wo das Mädchen möglicherweise in den Fluss gefallen ist. Neue Hinweise gibt es laut Polizei nicht: Die Spürhunde sind auf die Leichensuche spezialisiert. Der Einsatz dieser Tiere sei daher erst mit einem gewissen Abstand zum Verschwinden eines Menschen sinnvoll. Auch Taucher sollen erneut nach dem Mädchen suchen. Die fünfjährige Kaweyar war Mitte Februar von einem Spielplatz nahe der Fulda verschwunden.

S-Bahn-Linie S2 heute Morgen in Frankfurt gestört

Wegen einer Signalstörung im Höchster Bahnhof kommt es seit etwa 7 Uhr zu Verspätungen auf der Linie S2, meldet der Rhein-Main-Verkehrsverbund. Gestern am frühen Abend musste eine S-Bahn gegen 18.20 Uhr etwa 300 Meter vor der Einfahrt in den Bahnhof Hofheim (Main-Taunus-Kreis) einen Nothalt einlegen, weil ein Fahrgast einen Funkenschlag an einem Stromabnehmer gesehen haben wollte. Die Bundespolizei sperrte nach eigenen Angaben den Gleisabschnitt für den übrigen Zugverkehr, so dass die mit 16 Fahrgästen besetzte S-Bahn evakuiert werden konnte. Der Zug wird derzeit von Bahn-Technikern auf einen möglichen Defekt untersucht. Die Fahrgäste konnten von dem nahen Hofheimer Bahnhof aus weiterfahren.

Wetter in Hessen: Heute wird es warm

Auf viel Sonne und milde Temperaturen können sich heute die Hessen freuen. Nach dem kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März steigen die Temperaturen am Nachmittag auf 14 bis 17 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. Dabei bleibt es trocken, der Wind weht nur schwach. In der Nacht zu Freitag kühlt es mit Tiefsttemperaturen von 5 bis 0 Grad deutlich ab, dafür erwartet der DWD tagsüber Höchstwerte zwischen 17 und 20 Grad. Am Wochenende bleibt es am Samstag mit 14 bis 17, im Süden auch bis zu 18 Grad noch frühlingshaft mild. Es ziehen aber im Tagesverlauf im Norden einige Wolken auf. Am Sonntag wird der Himmel laut DWD stärker bewölkt, es kann auch mal Regen geben. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 11 und 16 Grad. 

Bad Hersfeld: Leichtverletzter nach Wohnungsbrand

Bei einem Wohnungsbrand in Bad Hersfeld ist ein Mensch leicht verletzt worden. Das Feuer brach in der Nacht zu heute wohl aufgrund eines technischen Defekts in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses im Stadtteil Sorga aus, wie ein Sprecher der Polizei am Morgen sagte. Der verletzte Bewohner habe eine Rauchgasvergiftung erlitten, sei aber nach kurzer Behandlung auf eigenen Wunsch wieder entlassen worden, sagte der Sprecher. Weitere Details waren zunächst noch unbekannt. Von dem Brand waren den Angaben zufolge zwei bis drei Zimmer betroffen. Die Feuerwehr suchte in dem Haus zunächst noch nach Brandnestern. Die Bundesstraße 62 war im Bereich des Feuers am frühen Morgen noch voll gesperrt. 

Kassel: Zwei Räuber überfallen einen Einkaufsmarkt

Zwei Räuber haben gestern Abend einen Einkaufsmarkt in der Brückenhofstraße im Kasseler Stadtteil Oberzwehren überfallen. Wie die Kasseler Polizei heute Morgen berichtete, bedrohten sie gegen 21 Uhr die Angestellten des Geschäftes mit einer Schusswaffe und erpressten so Bargeld in noch unbekannter Höhe. Anschließend flüchteten sie.  (dpa/FR)

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