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Ein Blick auf das Gebäude vom Landgericht und Amtsgericht in Frankfurt am Main (Hessen).

Limburg

Prozess um Doppelmord: Gutachten beschäftigt Richter

Der Prozess um einen Doppelmord auf dem Frankfurter Justizgelände ist mit einem Antrag der Verteidigung fortgesetzt worden. Damit sollte ein Sachverständiger wegen Befangenheit abgelehnt werden, wie ein Justizsprecher am Dienstag berichtete.

Der Prozess um einen Doppelmord auf dem Frankfurter Justizgelände ist mit einem Antrag der Verteidigung fortgesetzt worden. Damit sollte ein Sachverständiger wegen Befangenheit abgelehnt werden, wie ein Justizsprecher am Dienstag berichtete. Der Gutachter hatte demnach bei dem Angeklagten keine eingeschränkte Schuldfähigkeit gesehen. Das Gericht lehnte nach mehrstündiger Beratung den Antrag ab. Die Besorgnis der Befangenheit bestehe nicht, sagte der Vorsitzende Richter. Die Plädoyers wurden für den nächsten Verhandlungstag erwartet.

Angeklagt ist ein Mann aus Afghanistan, der im Januar 2014 zwei 45 und 50 Jahre alte Landsleute mit Schüssen und Messerstichen getötet haben soll - vor Beginn ihres Prozesses um die Tötung seines Bruders. Das Landgericht Frankfurt hatte den Angeklagte bereits 2015 wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) hob das Urteil jedoch auf, weil der damalige Vorsitzende möglicherweise befangen gewesen sein könnte. Daher muss nun das Landgericht Limburg den Fall neu verhandeln. Der Prozess wird am 29. Januar fortgesetzt.

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