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Lufthansa: Proteste gehen weiter

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Der Verkauf der Cateringgesellschaft LSG soll verhindert werden. Der hessische SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel und OB Peter Feldmann unterstützen Verdi.

Mit Unterstützung des hessischen SPD-Fraktionschefs Thorsten Schäfer-Gümbel und des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann (SPD) gehen die Proteste gegen einen Verkauf der Cateringfirma „Lufthansa Service Gesellschaft“ (LSG) weiter. Nachdem am Mittwoch mehr als 4000 Unterschriften an den Lufthansa-Vorstand übergeben wurden, trafen sich die Beschäftigten am gestrigen Donnerstag zu einer sogenannten aktiven Mittagspause auf dem Betriebsgelände im neuen Frankfurter Stadtteil Gateway Gardens. 

Wie die Gewerkschaft Verdi weiter mitteilt, seien durch einen Verkauf allein am Frankfurter Flughafen 3000 Arbeitsplätze gefährdet. Deutschlandweit wären von einem Verkauf 7000 Arbeitsplätze betroffen. Mit insgesamt 35 500 Beschäftigten ist die Lufthansa-Tochter der weltweit zweitgrößte Caterer, der mit seinen Mahlzeiten 300 Fluggesellschaften beliefert. Verdi lehnt einen Verkauf entschieden ab und bezeichnet ihn als „sozial verantwortungslos“ und „wirtschaftlich fragwürdig“. Die LSG erwirtschafte für den Lufthansa-Konzern Millionengewinne.

Auf der Protestversammlung sagte Schäfer-Gümbel, es gebe bislang keinen überzeugenden Grund, die LSG aus dem Konzernverbund der Lufthansa herauszulösen und zu verkaufen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien „stolze Lufthanseaten“ und wollten es auch bleiben. Oberbürgermeister Peter Feldmann versprach in einer Mitteilung an die Presse, das Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr zu suchen. Der Flughafen sei nur dann ein Erfolg, „wenn alle Beschäftigten davon profitieren“. Mit Ausgliederung und Verkäufen gingen meist ein Abbau von Arbeitsplätzen und eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen einher. Das sei der falsche Weg, er wolle Verdi und dem Betriebsrat den Rücken stärken.  

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