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Der Lückenschluss, seit Jahrzehnten geplant, stößt auf Widerstand.
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Der Lückenschluss, seit Jahrzehnten geplant, stößt auf Widerstand.

Riederwaldtunnel

Protest gegen Autobahn-Ausbau

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Demonstranten fordern den Baustopp am Autobahndreieck Erlenbruch im Frankfurter Osten. Hessen Mobil kündigt eine Info-Veranstaltung zum Riederwaldtunnel an.

Zwei Dutzend Menschen haben am Donnerstag gegen den Autobahn-Ausbau im Frankfurter Osten – Riederwaldtunnel und Dreieck Erlenbruch – demonstriert. Trommelnd und trällernd machten sie ihrem Unmut über die fortschreitenden Arbeiten am Dreieck Erlenbruch Luft.

Vor dem Informationszentrum von Hessen Mobil in der Borsigallee griff Friedhelm Ardelt-Theeck vom „Aktionsbündnis unmenschliche Autobahn“ zum Megafon: „Hessen Mobil muss den Bau des Autobahndreiecks stoppen, er ist rechtswidrig“, sagte der Mann, der seit Jahrzehnten gegen den Autobahn-Ausbau kämpft. Zur Begründung führte er aus, dass der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) den Planfeststellungsbeschluss für die „Autobahn A66 Alleentunnel inklusive der Autobahnspange zur A661“ aufgehoben habe. Damit sei gleichzeitig auch der Planfeststellungsbeschluss für den „Bau der Autobahn Ostumgehung Frankfurt“ von 1980 „nachträglich rechtswidrig“. Auch stehe eine Klage des Aktionsbündnisses von 2007 noch zur Verhandlung aus.

Das hessische Verkehrsministerium vertritt eine andere Rechtsauffassung. „Der Alleentunnel ist weder eine Voraussetzung noch eine Folge des Riederwaldtunnels“, sagte Heiko Schmitt von Hessen Mobil. Er kam aus dem Info-Zentrum, um mit Ardelt-Theeck zu diskutieren. Die hessische Straßenbehörde sehe daher „keine Erfordernis für einen Baustopp“.

Schmitt kündigte an, dass Hessen Mobil „noch vor dem Sommerferien“ in einer öffentlichen Veranstaltung über den Bau des Riederwaldtunnels informieren wolle. Bis dahin lägen die Daten einer neuen Verkehrsuntersuchung vor.

Sie war nötig geworden, weil das hessische Verkehrsministerium 2015 Planänderungsverfahren eingeleitet hatte, um der wachsenden Einwohnerzahl Frankfurts Rechnung zu tragen und Rechtsbedenken auszuräumen. Gutachten zum Schutz vor Schadstoffen, Erschütterungen und Lärm sowie zu Landschaftspflege und Artenschutz würden erarbeitet, so Schmitt. Auch werde sich zeigen, ob die vierspurige A661 den Verkehr der sechsspurigen A66 aufnehmen könne.

Genau das bezweifelt Ardelt-Theeck und warnt vor einem „Verkehrschaos“. Dem könne nur ein sechsspuriger Ausbau der A661 entgegenwirken – „was von uns eigentlich niemand will“ – aber, wenn der Ausbau doch komme, „dann nur mit einer kompletten Einhausung“. Sprich einem Deckel über der Autobahn zwischen Riederwald und Bornheim. Ardelt-Theeck betonte, dass der zusätzliche Lärmschutz „für die Allgemeinheit“ in den vergangenen Jahren immer nur durch Klagen erreicht worden sei: an der „Galerie Seckbacher Landstraße“ – dem überdachten Teil der A661 zwischen Seckbach und Bornheim – am Altenwohnheim Hufeland-Haus, am Riederwaldtunnel. „Der eigentliche Skandal ist, dass wir Bürger unsere Rechte erkämpfen müssen, mit unserer Zeit, mit unserem Geld.“

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