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So sollen die Anna-Sofien-Höfe der Baugenossenschaft Langen aussehen, die nun mit einem Preis bedacht wurden. dg architekten
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So sollen die Anna-Sofien-Höfe der Baugenossenschaft Langen aussehen, die nun mit einem Preis bedacht wurden. dg architekten

Beispielgebend geplant

Preiswürdiges Bauprojekt in Langen

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Anna-Sofien-Höfe in Langen sind vom Land für einen generationenübergreifenden Neubau mit preisgünstigen Mieten ausgezeichnet worden.

Ein generationenübergreifendes Neubauprojekt in Langen hat den hessischen Preis für Innovation und Gemeinsinn im Wohnungsbau gewonnen, der mit 20 000 Euro dotiert ist: Die Anna-Sofien-Höfe sind beispielgebend – und für einkommensschwache Haushalte gedacht. Die Baugenossenschaft Langen, die die 154 genossenschaftlichen Mietwohnungen für 35 Millionen Euro entstehen lässt, erhielt jüngst aus der Hand von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) die Urkunde für den Preis, der zum zweiten Mal vergeben wurde.

Das Besondere an den Anna-Sofien-Höfen ist ihre gemeinschaftsbildende Infrastruktur, die Möglichkeiten schafft, Barrieren abzubauen: In das Quartier ist eine Mobilitätszentrale integriert, in der Senioren und Seniorinnen sowie Behinderte zehn verschiedene E-Mobile sowie Rollatoren und Rollstühle ausprobieren und ausleihen können. Sogar ein Fahrsicherheitstraining mit E-Fahrzeugen ist angedacht. Gleichzeitig finden dort auch jüngere Bewohner:innen Ladepunkte für das eigene E-Auto oder E-Bike.

Das Bauprojekt

hen aus neun rollstuhlgerechten Häusern – vier Zwillingshäuser sowie ein freistehendes Haus – mit insgesamt 154 Wohnungen, Büroräumen, Café und Gemeinschaftsraum, sowie drei Gästewohnungen.

Die Baugenossenschaft Langen schafft in dem Komplex barrierefreie 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen ohne Keller, aber mit Garten oder Balkon.

Der Mietpreis beginnt bei 8,60 Euro kalt pro Quadratmeter. Die Fertigstellung ist im August 2022 geplant. ann

Die Bewohner werden sich auf drei langgestreckten Innenhöfen unter einem grünen Dach treffen. Dort sind auch Hochbeete geplant. In eines der neun Häuser – das Haus an der Ecke Sofien- und Westendstraße – wird die „Haltestelle“ einziehen, ein Begegnungszentrum für Ältere, und im Erdgeschoss ganztägig ein Café betreiben, das als Treffpunkt für das gesamte Quartier fungiert. Oben entsteht ein Gemeinschaftsraum mit Dachterrasse. Auch ein Pflegestützpunkt wird in dem Haus untergebracht.

Vorher standen auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Areal neun Mehrfamilienhäuser, Baujahr 1952 und 1957, die in die Jahre gekommen waren. „Die Balkone der Gebäude hätten aufwendig saniert werden müssen, es gab keinen Schallschutz“, sagte Wolf-Bodo Friers, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft Langen. Eine umfangreiche Modernisierung sei nicht finanzierbar gewesen und so habe man sich für eine komplette Neuplanung entschieden. „Wir wollen, dass die Mieter hier sehr lange wohnen können“, erklärte Friers.

Die alten Gebäude mit insgesamt 101 Wohnungen wurden abgerissen, die Mietparteien zogen in modernisierte Domizile im Bestand der Genossenschaft um. In den Anna-Sofien-Höfen entstanden dann über 50 Wohnungen mehr, „obwohl die Häuser im First nicht höher geworden sind“, so Friers. Neun Familien zogen nun wieder zurück in ihr ehemaliges Quartier. Die übrigen Wohnungen werden seit dem 16. August vermietet. „Innerhalb weniger Stunden gab es für jede Wohnung 30 Bewerbungen“, so Friers.

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