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Preissprung beim Kita-Anbau

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Ursprünglich kalkulierte Kosten sind auf mehr als das Doppelte angestiegen / Betriebserlaubnis liegt nun vor

Okriftel - Es war für alle Beteiligten eine rundum gelungene Einweihungsfeier zur Fertigstellung des Erweiterungsbaus: Das Wetter spielte mit, es gab Führungen durch die neuen Räume, Geschenke vom Magistrat für die Kindertagesstätte (Kita) Kleine Feldstraße und zudem viele lobende Worte für das Personal de Kita, für Eltern und Kinder sowie für die Nachbarn. Die lobenden Worte wurden von Bürgermeister Klaus Schindling (CDU) und dem zuständigen Dezernenten und Ersten Stadtrat Karl Heinz Spengler (FW) deshalb ausgesprochen, weil sich die Kita während der Bauarbeiten mit vielen Unbilden herumschlagen musste, ebenso wie die Nachbarn. So zum Beispiel mit dem vorübergehenden Umzug ins Haus der Vereine, außerdem mit Baulärm und den Einschränkungen bei der Nutzung des Außengeländes. Dass dies die Kinder und die Erzieherinnen ohne Murren und mit Bravour überstanden haben, ist die eigentliche Leistung, die auf dem Dankeszettel oben vermerkt ist. Bei der Planung für den langgestreckten Baukörper, der in Holzständerbauweise errichtet wurde, sei nicht nur auf eine schnelle Bauzeit, sondern vor allem auf Nachhaltigkeit Wert gelegt worden, verdeutlichte Bürgermeister Schindling in seiner kurzen Ansprache bei der Einweihungsfeier am Samstagmittag. Entsprechend war dann ein Ausbau mit vielen werthaltigen und umweltgerechten Materialien in Auftrag gegeben worden. Dies hatte dann aber zum Schluss einen höheren Preis als ursprünglich kalkuliert. Die Baukosten schossen - hauptsächlich wegen der inflationären Verteuerungen beim Holz - von etwas über 1 Millionen Euro auf fast 2,5 Millionen Euro.

Dabei ist die Erweiterung der Kita weder ein Prunk- noch ein Prachtbau, sondern ein schlicht gehaltenes Bauteil, das den Kindern noch ausreichend Platz zum Spielen und Toben auf dem Gelände der Kita lässt. Der Dezernent für Kinder und Jugend, Erster Stadtrat Karl Heinz Spengler, hatte in seiner Begrüßungsrede darauf hingewiesen, dass die Kita „Kleine Feldstraße“ im Jahr 1958 eingeweiht worden sei. Die Schirmherrin damals sei die Ehefrau des zu dieser Zeit amtierenden hessischen Ministerpräsidenten August Zinn (SPD) gewesen. Spengler wies darauf hin, dass nun 120 Kinder in der Kita betreut werden können, dazu kommen noch ein Dutzend Krippen-Plätze.

Der Erste Stadtrat hatte aber nicht nur sein übliches Spiele-Präsent für die Kinder der Kindertagesstätte dabei, sondern auch noch eine gute Nachricht. Die Referatsleiterin für Kinder und Betreuung, Svenja Colak, habe an ihn einige Stunden vorher eine E-Mail von der Genehmigungsbehörde weitergeleitet. Dies sei wichtig gewesen, handele es sich doch um die Betriebserlaubnis für die Kita Kleine Feldstraße. Karl-Heinz Spengler hatte sich die Nachricht bis zur offiziellen Einweihungsfeier „aufgespart“. Umso größer war dann die Freude bei Kita-Leiterin Sandra Richter und ihrem Team sowie den Eltern. Nicht verschwiegen werden soll in diesem Zusammenhang, dass es in der Nachbarschaft nicht überall eitel Sonnenschein während der Bauarbeiten und nach dem Ende der Maßnahme gab. Und manche Betrachter halten den Erweiterungsbau optisch für nicht gelungen. Den Kindern ist diese Betrachtung wohl egal. Sie hatten die Gruppenräume schon in Besitz genommen und freuten sich darüber, in „ihrem“ Kindergarten ein Fest gemeinsam mit den Eltern feiern zu können.

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