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Finanzielles

Preisauftrieb in Hessen verlangsamt sich im Jahr 2019

Das Leben in Hessen wurde auch im Jahr 2019 teurer. Sinkende Preise für Mineralölprodukte und verschiedene Nahrungsmittel bremsten die Inflation aber etwas ab.

Der Preisauftrieb in Hessen hat sich im Jahr 2019 verlangsamt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Im Jahr zuvor hatte die Rate noch bei 1,5 Prozent gelegen. Im Jahr 2017 betrug die durchschnittliche Inflationsrate 1,4 Prozent.

Tiefer in die Tasche greifen mussten Verbraucher vor allem für Mieten sowie verschiedene Nahrungsmittel wie Gemüse, Fleisch und Brot. Auch die Dienstleistungen sozialer Einrichtungen wie die stationäre und ambulante Pflege, Essen auf Rädern sowie die Kinderbetreuung nach der Schule seien teurer geworden, erklärten die Statistiker. Gleiches gelte für Speisen und Getränke in Restaurants, Bars und Cafés. Die Energiepreise hätten 2019 insgesamt nur leicht angezogen.

Einen deutlichen Preisrückgang gab es nach Angaben des Landesamtes dagegen im Bereich Bildungswesen wegen des kostenlosen Kindergartenbesuchs für Kinder ab drei Jahren für sechs Stunden pro Tag. Diese Regelung war Mitte 2018 eingeführt worden und wirkte sich deshalb bis Juli vergangenen Jahres auf die Berechnungen aus. Auch die zuletzt sinkenden Preise für Mineralölprodukte hätten die Inflation im Jahr 2019 abgeschwächt. Geringere Kosten fielen für die Verbraucher den Angaben zufolge auch für Obst sowie Molkereiprodukte, Eier und Speisefette an.

Im Dezember lag das Niveau der Verbraucherpreise um 1,5 Prozent über dem des Vorjahresmonats, wie die Statistiker weiter mitteilten. Im November war noch ein Wert von 0,9 Prozent und im Oktober 2019 von 1,2 Prozent gemessen worden. Gestiegene Kosten etwa für Mieten, für Fleisch und Bekleidung hätten sich preissteigernd im letzten Monat des Jahres 2019 ausgewirkt. (dpa)

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