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Hessen

Praxen in Hessen bekommen kein Astrazeneca

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Apotheken in Hessen beliefern die Praxen derzeit nur mit Impfstoff von Biontech. Das Impfzentrum in Frankfurt bietet derweil Zusatztermine an.

Rund 150 000 Dosen haben Hessens Hausärzt:innen in den vergangenen zwei Wochen verimpft – Vakzin des Herstellers Biontech. Für diese Woche war überwiegend Astrazeneca angekündigt. Am Wochenende erhielten sie die Nachricht, dass lediglich Biontech zur Verfügung steht: „Astrazeneca ist zur Zeit nicht lieferbar“, bestätigt Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbandes, am Dienstag der Frankfurter Rundschau.

Wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte, können „nach jetziger Planung“ in der nächsten Woche doppelt so viele Patientinnen und Patienten von den Hausärzten geimpft werden wie in den drei Kalenderwochen zuvor. Grund seien zusätzliche Impfstoff-Lieferungen von Biontech. Der werde dann ausschließlich in den Praxen verimpft. Nach mehrerer Fälle von Hirnvenenthrombosen bei jüngeren geimpften Personen hatte die Ständige Impfkommission (Stiko) empfohlen, Astrazeneca in erster Linie für über 60-Jährige einzusetzen. Es sollte ursprünglich ab Mitte April an die Arztpraxen geliefert werden.

Dass dem nun doch nicht so ist, lässt Christian Sommerbrodt kalt. Nichts sei planbar bei dieser Impfkampagne. Der Hausarzt aus Wiesbaden plant deshalb nur kurzfristig. Das heißt, es gibt eine Warteliste, die sein Team abtelefoniert, wenn das Vakzin tatsächlich da ist. Die Logistik erfordere einen erheblichen Personalaufwand, sagt er. Die Nachfrage sei riesig. „Deshalb haben die meisten Praxen im Moment nur den Anrufbeantworter laufen.“ Prioritäten müssten berücksichtigt und erklärt werden. Fachlich ist es Sommerbrodt egal, welches Vakzin er geliefert bekommt. „Hauptsache, es ist nicht weniger“, sagt der Schatzmeister des Hessischen Hausärzteverbands. Am liebsten noch mehr. Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen weist darauf hin, dass die Niedergelassenen viel mehr leisten könnten, wenn der Bund mehr Vakzin zur Verfügung stellen würde. „Die ersten Tage vermitteln allenfalls eine Ahnung dessen, was möglich ist, schon gar, wenn die fachärztlichen Praxen noch dazukommen.“

Das Frankfurter Impfzentrum hat für Freitag weitere 1500 und für Samstag und Sonntag jeweils 900 zusätzliche Impftermine für in Frankfurt gemeldete über 60-Jährige freigeschaltet. www.terminland.de/impfzentrum-frankfurt/

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