1. Startseite
  2. Rhein-Main

Prämierung bei Apfelweinmesse Cider World in Frankfurt

Erstellt:

Von: Oliver Teutsch

Kommentare

Apfelweine aus aller Welt werden im MyZeil prämiert

Es ist nicht ganz leicht, die Apfelweine aus aller Welt zu prämieren, denn sie unterscheiden sich sehr stark voneinander. Da sind die Sidras aus Asturien, derbe Stöffchen mit viel flüchtiger Säure, da sind die durchgegorenen und ebenfalls sehr säuerlichen Apfelweine aus Deutschland, da sind die Produkte aus Japan, die „wie Joghurt schmecken“, wie ein Juror der FR verriet. Da sind auch die Cider aus den USA und Großbritannien, die sehr süßlich daherkommen, und Apfelweine aus Lettland, die schon mal Schwarze Johannisbeere enthalten können.

Michael Stöckl, Spiritus Rector der Cider World, hat dennoch versucht, alle unter einen Hut zu bringen, und betreibt dafür einen hohen Aufwand. Denn: „Der Wert eines Awards ermisst sich an der Qualität der Jury“, so Stöckl.

Seit 2018 werden die Auszeichnungen der Cider World in sieben Kategorien verliehen: stiller Apfelwein, Cider, Cidre; Apfelperlwein; Birnen oder Quittenwein; Perlwein aus verschiedenen Früchten mit mindestens 50 Prozent Apfel; Dessertweine mit bis zu zwölf Prozent Alkohol, antialkoholische Apfelweine und Fruchtbrände aus Apfel, Birne oder Quitte.

Da ein Juror aus dem spanischen Asturien bei einem japanischen Apfelwein einfach nur das Gesicht verziehen und null Punkte geben würde, ist die Jury international. 32 Juror:innen aus elf Ländern werden am 10. Juni in der Astor Film Lounge des My Zeil darüber befinden, welche Produkte eine Auszeichnung verdient haben. „Es gibt vor jeder Verkostung ein ausführliches Briefing für die Juroren, damit sie wissen, wie ein Produkt schmecken soll“, so Stöckl. Dafür wird ein Getränk der Kategorie, das nicht zur Prämierung ansteht, gereicht.

Die Bewertungskriterien und Kategorien wurden von einer internationalen Fachjury festgelegt. Dabei werden länderspezifische, regionale Eigenheiten der Produkte ebenso berücksichtigt wie eine sensorische Prüfung, die von der Hochschule Geisenheim vorgenommen wird. Maximal können 120 Punkte erreicht werden, es gibt die Auszeichnungen „Gold, Silber oder Honor“. An den Awards in Frankfurt teilzunehmen, lohnt sich für die Produzenten, ist sich Stöckl sicher. „Wir haben als Rückmeldung der bisherigen Sieger bekommen, dass der Handel sehr interessiert an solchen Labels ist.“ Denn anders als bei Traubenweinen ist die Expertise bei Apfelweinprodukten eher gering.

Auch interessant

Kommentare