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Präparator Ralph Blakey kniet neben den Wirbelknochen eines Pottwal-Jungbullen.

Gießen

Pottwal-Puzzle so gut wie vollendet

Im Januar 2016 wurde ein Pottwal an der Nordsee-Küste angeschwemmt. Sein Skelett ist nun in Gießen ausgestellt.

Nach drei Jahren Arbeit haben Gießener Wissenschaftler und Präparatoren das riesige Skelett eines Pottwals zusammengesetzt. Bei mehreren Führungen soll der Wal nun vorgestellt werden, wie die Uni Gießen am Freitag mitteilte. Der im Januar 2016 in der Nordsee verendete Meeressäuger hat seine neue Heimat in der Hermann-Hoffmann-Akademie der mittelhessischen Hochschule gefunden, die sich an Nachwuchsforscher und auch Schüler richtet.

Das Präparieren war für die Gießener eine fächerübergreifende Pionierarbeit, denn nie zuvor wurde an der Uni ein Walskelett zusammengesetzt. Es seien auch noch nicht alle Arbeiten komplett abgeschlossen, teilte die Hochschule weiter mit.

Der Gießener Wal gehörte zu einer Gruppe von Jungbullen, die sich im Januar 2016 in der Nordsee verirrt hatten und verendet waren. Die Gießener Wissenschaftler sicherten sich den Kadaver und präparierten seither das Skelett, das aus etwa 200 Knochen besteht.

Interessierte können das Skelett am Samstag, 19. Januar, bei drei Führungen besichtigen, benötigen dafür aber Eintrittskarten. Die kostenlosen Tickets können der Uni zufolge ab Montag (7. Januar) im Sekretariat der Hermann-Hoffmann-Akademie abgeholt werden, bis das Kontingent erschöpft ist. Weitere Führungen seien in Planung. (dpa) 

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