Hermann-Josef Klüber (l-r), Regierungspräsident von Kassel, stellt zusammen mit Jan-Hendrick Lübcke, Sohn von Walter Lübcke, Irmgard Braun-Lübcke, Witwe von Walter Lübcke, und Christoph Lübcke, Sohn von Walter Lübcke, die Sonderbriefmarke in Gedenken an den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vor.
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Hermann-Josef Klüber (l-r), Regierungspräsident von Kassel, stellt zusammen mit Jan-Hendrick Lübcke, Sohn von Walter Lübcke, Irmgard Braun-Lübcke, Witwe von Walter Lübcke, und Christoph Lübcke, Sohn von Walter Lübcke, die Sonderbriefmarke in Gedenken an den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke vor.

Ehrung

Post ehrt Walter Lübcke

Eine Sonderbriefmarke zeigt den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten. Briefmarken seien das Hobby Lübckes gewesen. 

Der ermordete Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke ist mit einer Sonderbriefmarke geehrt worden. Mit den Erlösen soll ein Kunstwerk finanziert werden, das an Lübcke, aber auch die Tat und deren mutmaßlich rechtsterroristischen Hintergrund erinnern soll, wie das Regierungspräsidium Kassel am Freitag mitteilte. Auf der Sonderbriefmarke ist Lübcke abgebildet, wie er gestikuliert.

Der Vertriebsmanager der Deutschen Post, Dieter Josefiak, erklärte, er habe Lübcke viele Jahre lang beruflich erlebt. Briefmarken seien das Hobby des Regierungspräsidenten gewesen. Zu Ehren von Lübcke wird zudem der große Sitzungssaal im Regierungspräsidium nach ihm benannt. Am Freitag wurde zudem ein Relief des Kasseler Künstlers Berahna Massoum enthüllt.

Auch Hessens Regierungschef Volker Bouffier (CDU) erinnerte an Lübcke, der an diesem Samstag 67 Jahre alt geworden wäre. „Wir trauern um einen treuen Freund, einen hochgeschätzten Kollegen und vor allen Dingen um einen Mann von großer Haltung, für die er letztlich sein Leben lassen musste“, sagte er. „Unsere Gedanken sind an diesem Tag vor allen Dingen bei der Familie. Ich wünsche ihr von Herzen weiterhin viel Kraft.“

Lübcke war am 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Wohnhauses in Nordhessen erschossen worden, die Ermittler gehen von einem rechtsextremistischen Motiv aus. Derzeit läuft vor dem Oberlandesgericht Frankfurt der Prozess gegen den geständigen Angeklagten Stephan Ernst und einen mutmaßlichen Unterstützer. (dpa)

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