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Vor gut zwei Wochen wurde auf den Kasseler Moscheeverein ein Brandanschlag verübt.
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Vor gut zwei Wochen wurde auf den Kasseler Moscheeverein ein Brandanschlag verübt.

Linksextremismus

Polizei prüft Bekennerschreiben

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Den Ermittlern liegt auf der linken Plattform "Indymedia" ein anonymer Text zum Anschlag auf die Kasseler Moschee vor. Dessen Echtheit wird nun geprüft.

Nach dem Brandanschlag auf einen türkischen Moscheeverein vor gut zwei Wochen in Kassel prüfen die zuständigen Ermittler die Echtheit eines mutmaßlichen Bekennerschreibens, das am vergangenen Sonntag auf der linken Internetplattform „Indymedia“ veröffentlicht wurde. Die Ermittler prüften den anonymen Text und ließen ihn in ihre weitere Arbeit einfließen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen am Mittwoch der Frankfurter Rundschau. „Man muss jetzt erst einmal sehen, was dahintersteckt oder dahinterstecken könnte“, sagte der Sprecher. 

Am frühen Morgen des 25. März hatten vier unbekannte Täter drei Brandsätze gegen das Gebäude des Vereins „Türkisch Islamisches Kulturzentrum“ in der Kasseler Bunsenstraße 73 geschleudert. Einer der Unbekannten hatte zuvor eine Fensterscheibe der in das Gebäude integrierten Moschee eingeschlagen. Da zwei der Brandsätze von der Außenwand abgeprallt und nicht ins Innere des Gebäudes gelangt waren, war durch den Anschlag lediglich Sachschaden in Höhe von rund 2000 Euro entstanden.

Unterschrieben mit „Antifa International“

Das mutmaßliche Bekennerschreiben, das auf Indymedia aufgetaucht ist und der FR vorliegt, ist mit „Antifa International“ unterzeichnet. Darin heißt es, der Verein in der Bunsenstraße sei ein „Treffpunkt türkischer Faschisten“. Dort sei in der Vergangenheit für den Einmarsch der türkischen Armee in die vor allem von Kurden bewohnte nordsyrische Region Afrin gebetet worden. Der Anschlag sei „Teil der militanten Kampagne in Solidarität mit dem kurdischen Kanton Afrin“. Die Echtheit des Schreibens ist völlig unsicher, da auf Indymedia jeder Internetnutzer anonym einen Beitrag erstellen kann. In der Vergangenheit waren dort bereits angebliche Bekennerschreiben linksradikaler Gruppen aufgetaucht, die sich später als Fälschungen erwiesen hatten.

Die Kasseler Polizei, die von einem politischen Motiv für die Tat ausgeht, hat für die Ermittlungen die Arbeitsgruppe „BS73“ eingerichtet und bereits die Bilder einer Überwachungskamera veröffentlicht, auf denen der Tatablauf und die vier mit Tüchern und Kapuzen vermummten Täter zu sehen sind. Bisher haben die Ermittler noch keinen Tatverdacht gegen konkrete Personen.

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