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Ein Rettungswagen ist mit Blaulicht unterwegs. (Symbolbild)

Unfall Wasserkuppe

Tödliche Flugzeuglandung: Mutter und Kinder getötet

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Die Opfer des Flugunfalls auf der Wasserkuppe sind identifiziert. Die Familie stammt aus der Nähe von Fulda. Der Pilot soll aus Ludwigshafen kommen.

Am Tag nach dem furchtbaren Unfall auf der Wasserkuppe mit drei Toten setzen die Ermittler auf die Hilfe von Zeugen, die das Unglück beobachtet oder sogar gefilmt haben könnten. Zur Ursache konnte ein Polizeisprecher noch keine Angaben machen.

Zurzeit versuchen Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen zu klären, warum das Kleinflugzeug am Sonntagnachmittag über das Ende der Landebahn hinausschoss und dabei drei Fußgänger erfasste und tötete. Die Maschine vom Typ Cessna hatte eine Absperrung durchbrochen und war über eine dahinterliegende Straße und den angrenzenden Gehweg gerast. Dort hatte das Flugzeug die drei Spaziergänger erfasst.

Bei den Opfern handelt es sich nach Angaben der Polizi um eine Mutter, deren elf Jahre alten Sohn und „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ die zwölf Jahre alter Tochter der 39 Jahre alten Frau. Sie sollen aus einem Landkreis südöstlich von Fulda stammen. Der Polizeisprecher ging auf Anfrage am Nachmittag nicht davon aus, die Identität des dritten Opfers noch am Montag abschließend klären zu können.

Unglücksmaschine ist eine Cessna 172

Der 56 Jahre alte Pilot kommt nach dem derzeitigen Ermittlungsstand aus Ludwigshafen, wie Polizeisprecher Martin Schäfer am Montag berichtete. Die mit vier Menschen besetzte Maschine sei in Mannheim gestartet. Sowohl die Insassen als auch eine Zeugin erlitten nach Angaben der Polizei einen schweren Schock.

Ersten Ermittlungen zufolge hatte der Pilot offenbar versucht, nach einem missglückten Landeanflug durchzustarten. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Tötung.

Bei der Unglücksmaschine auf der Wasserkuppe handelt es sich um eine Cessna 172, die dem Badisch-Pfälzischen Flugsportverein Mannheim gehört, wie dessen Präsident, Klaus Peters, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sie sei für vier Personen zugelassen. Der Pilot sei sehr erfahren und gut in Übung.

Polizei sucht nach Zeugen

Der Flugplatz-Chef und Leiter der Fliegerschule Wasserkuppe, Harald Jörges, vermutete einen Pilotenfehler als Ursache. Die Wetterverhältnisse zum Zeitpunkt der Landung seien perfekt gewesen. Er arbeite seit 1988 auf dem Flugplatz, sagte er. In dieser Zeit habe es auf der Wasserkuppe keinen tödlichen Flugzeugunfall gegeben.

Unfallzeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Fotos und Videos können per E-Mail an flugunfall-wasserkuppe@polizei-hinweise.de an die Ermittler weitergeleitet werden.

Außerdem können auf einem Formular Hinweise zum Unfallhergang gegeben werden. Dieses Formular ist im Internet unter der folgenden Adresse zu finden: polizei-hinweise.de/flugunfall-wasserkuppe. (mit dpa)

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