Angriff auf Frankfurter Anwalt

Vom Schützen fehlt jede Spur

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Keine Zeugen, keine Verdächtigen: Im Fall des angeschossenen Anwalts, Wolfgang Jäger, gestalten sich die Ermittlungen für die Frankfurter Polizei schwierig. Auch die Suche nach dem dem Schützen blieb bislang erfolglos. Von Georg Leppert

Keine Zeugen, keine Verdächtigen: Im Fall des angeschossenen Anwalts Wolfgang Jäger gestalten sich die Ermittlungen schwierig. "Wir haben keine neuen Hinweise", sagte Polizeisprecher André Sturmeit am Dienstag.

Ein unbekannter Täter hatte am Montagmorgen in Harheim auf den 45 Jahre alte Juristen geschossen und ihn am Bein verletzt. Der Anwalt, der bei der renommierten Kanzlei DLA Piper im Westhafen-Tower arbeitet, hatte gerade das Haus verlassen und war auf dem Weg zur Arbeit. Die Beschreibung des Täters, die Jäger lieferte, ist dürftig. Der Schütze trug eine grüne Bomberjacke und eine Wollmütze. Die Tatwaffe, eine Pistole mit Kaliber 7,65 Millimeter, nahm der Unbekannte mit. Die Suche nach dem Schützen blieb erfolglos.

Klar dürfte nur sein, dass der Täter Wolfgang Jäger nicht töten wollte. Wie die Kriminalpolizei bestätigt, wurde aus kurzer Entfernung auf den Anwalt gefeuert. Die Ermittler gehen deshalb von einem gezielten Schuss aufs Bein aus.

Nach wie vor liegt Jäger im Krankenhaus. In seinen ersten Vernehmungen mutmaßte er zwar, der Anschlag dürfte mit seiner Tätigkeit als Anwalt zu tun haben. "Er hat aber keine konkreten Verdächtigungen ausgesprochen", sagte Sturmeit. Jäger hatte erst vor wenigen Wochen bei DLA Piper angefangen. Der 45-Jährige sei "spezialisiert auf Schadensersatz-, Arrest- und Vollstreckungsverfahren in komplexen Betrugs- und Korruptionsfällen", heißt es in einer Pressemitteilung, die die Kanzlei zum Antritt des Juristen im Januar veröffentlicht hat.

Zuvor arbeitete Jäger im Frankfurter Büro der Großkanzlei Clifford Chance. Sein spektakulärstes Verfahren war der Prozess gegen den Stadtplan-Erben Alexander Falk. Wie die Polizei bestätigte, hatten Einbrecher vor einigen Wochen versucht, in das Haus des Anwalts einzusteigen. "Wir wissen aber nicht, ob es einen Zusammenhang zu der neuen Tat gibt", sagte Sturmeit.

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