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Der Fuldaer Linksaktivist Andreas Goerke zeigt einen Drohbrief, den seine Ehefrau erhalten hat. Darin bedrohen Unbekannte ihren Sohn mit dem Tod.

Rechtsextremismus

Psychoterror von Neonazis geht weiter

Der Fuldaer Linksaktivist Andreas Goerke sieht sich weiterhin einer Psychoterror-Kampagne von Rechtsextremen ausgesetzt. Diese sollen nicht nur ihn, sondern auch seine Familie bedrohen.

Die Intensität einer Psychoterror-Kampagne gegen einen Fuldaer Linksaktivisten hat zwar abgenommen, Andreas Goerke sieht sich aber weiterhin Beschimpfungen und Bedrohungen ausgesetzt. "Es ist vergleichsweise ruhig geworden. Drohungen gibt es aber nach wie vor", sagte Goerke. Er ist Vorsitzender eines Fuldaer Vereins, der gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus kämpft.

Der politisch links gerichtete Menschenrechtsaktivist und Gewerkschafter berichtete vor rund zwei Monaten öffentlich von einer Kampagne mit Bedrohungen und Pöbeleien gegen ihn und seine Familie. So ging bei der Polizei ein Anruf ein, in dem ein Unbekannter in Goerkes Namen schilderte, wie er gerade seine Frau umgebracht habe. Es folgte ein Polizeieinsatz mit gezückten Waffen bei den Goerkes - der Irrtum ließ sich aber aufklären. An seinen Sohn gerichtet ging per Post eine Morddrohung ein. Goerke glaubt, dass Rechtsextreme für die Kampagne verantwortlich sind. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Ergebnisse gebe es nicht, teilte die Behörde mit.

Goerke wird nach eigenen Angaben weiter über das Internet beschimpft und bedroht. Absender seien gefälschte Persönlichkeitsprofile. Seiner in der Pflegebranche tätigen Frau sei neulich faulendes Fleisch per Post ins Büro geschickt worden. Goerke hofft, dass die Ermittler Hinweise zu den Hintermännern der Kampagne aufspüren. (dpa)
 

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