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Der ausgebrannte Dachstuhl des Reiterhofs in Kelkheim.

Rettershof in Kelkheim

Langwierige Ermittlungen zur Brandursache

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Feuerwehr und Technisches Hilfswerk müssen die historischen Stallungen am Rettershof in Kelkheim komplett abreißen.

Konkrete Ermittlungsergebnisse zur Ursache des Großbrandes, der in der Nacht zum Mittwoch die historischen Pferdeställe am Rettershof bei Fischbach zerstört hat, gibt es weiterhin nicht. Die Untersuchungen würden in der kommenden Woche vom Landeskriminalamt fortgeführt, sagte Polizeisprecher Johannes Neumann der FR. Dass das Feuer gelegt worden sein könnte, hatte die Polizei bereits ausgeschlossen. Eine Befragung der beiden Kinder, die im Heu übernachtet hatten, habe keine weiteren Erkenntnisse gebracht, so Neumann.

Von den denkmalgeschützten Stallungen waren gestern nur noch Ruinen übrig. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk musste das Gebäude an der Nordseite des Innenhofes nahezu komplett einreißen. Unterm Dach seien 7000 Heuballen gelagert gewesen, die während der Löscharbeiten teilweise in die darunterliegenden Pferdeboxen stürzten. Glutnester flackerten immer wieder auf „Da hatten wir keine andere Wahl“, sagte Kelkheims Stadtbrandinspektor Alexander Kolata der FR. Die Heuballen hat die Wehr mittlerweile in einem Feld zwischen bei Ruppertshain ausgebreitet und gewässert. Weil die Mauerreste der Brandruine einsturzgefährdet sind, dürfen Schaulustige das Gelände nicht mehr betreten. Es ist abgesperrt.

Bis gestern Abend stellte die Kelkheimer Feuerwehr eine Brandwache auf dem Rettershof. Der Schaden, der zunächst mit einer halben Million Euro beziffert wurde, sei vermutlich größer, vermutet Alexander Kolata. Am Dienstag will sich der Stadtbrandinspektor mit den Verantwortlichen im Rathaus zusammensetzen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Stadtrat Stefan Thalheimer (UKW) hatte bereits angekündigt, die Stallungen würden wieder aufgebaut. Der Rettershof gehört der Stadt. Den Pferdehof betreibt ein Pächter.

Der Main-Taunus-Kreis teilte mit, durch das Löschwasser, das während der Brandbekämpfung teilweise in den Rettersbach geflossen war, drohten keine Gefahren für die Umwelt. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Chemikalien oder Giftstoffe aus den brennenden Stallungen in den Bach gelangt seien. Löschschaum habe die Feuerwehr nicht eingesetzt.

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