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Wegen Eisglätte ist es im Kreis Offenbach bei Rodgau zu zwei schweren Unfällen gekommen. Hier zwei verunglückte Wagen am Rand der B45.

Das bringt der Tag

Glatteis verursacht schwere Unfälle in Hessen

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+++ Geldtransporter-Fahrer protestieren in Frankfurt +++ Polizei fahndet nach Messerstecher +++ Neue Zahlen vom Arbeitsmarkt +++ Schmierereien vor NPD-Veranstaltung +++ Das bringt der Tag in Hessen und Rhein-Main.

Glatteis auf den Straßen hat in Hessen in der Nacht zu heute zu schweren Unfällen geführt. Bei zwei Unfällen im Kreis Offenbach bei Rodgau wurden insgesamt sieben Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer, wie die Polizei berichtete. Bei einem Unfall bei Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) erlitten vier Personen schwere Verletzungen.

Im Kreis Offenbach bei Rodgau war eine 57-Jährige am späten Donnerstagabend auf der Bundesstraße 45 ins Schleudern geraten. Sie streifte einen wegen einer Panne auf dem Standstreifen stehenden Wagen mit zwei jungen Männern darin und kam in einem Graben zum Stehen. Als die Männer ausstiegen, um ihr und ihrem Beifahrer zu helfen, wurden sie von dem Auto einer 22-Jährigen erfasst, die ebenfalls ins Rutschen gekommen war. Ihr Wagen, in dem noch eine weitere junge Frau saß, krachte in das Auto im Graben. Schwer verletzt wurden die 57-Jährige und einer der beiden jungen Unfallhelfer (22). Die anderen vier Menschen erlitten leichte Verletzungen. Alle kamen in Krankenhäuser.

Vermutlich ebenfalls wegen Glätte geriet in der Nacht auch ein Lkw auf einer nahe gelegenen Landstraße ins Schleudern und kollidierte mit einem anderen Wagen. Der Autofahrer wurde leicht verletzt und ambulant behandelt. Beide Unfallstellen waren für die Dauer der Unfallaufnahme gesperrt.

Auch bei Stadtallendorf (Kreis Marburg-Biedenkopf) verlor eine 19 Jahre alte Autofahrerin gestern Abend gegen 20.15 Uhr vermutlich aufgrund von Eisglätte die Kontrolle über ihren Wagen und kam ins Schleudern. Sie geriet dabei in den Gegenverkehr und kollidierte dort frontal mit dem Pkw eines 51-jährigen, wie die Polizei berichtete. Die beiden Fahrer sowie ihre zwei Beifahrer mussten danach von Feuerwehrleuten aus ihren Fahrzeugwracks  befreit werden. Alle vier Personen wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Einer der Schwerverletzten musste mit einem Rettungshubschrauber abtransportiert werden. Die Landstraße L3290 zwischen Niederklein und Schweinsberg musste wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten über Stunden geperrt werden.

Geldtransporter-Fahrer protestieren in Frankfurt

Heute wollen die Fahrer von Geldtransportern in Frankfurt demonstrieren. Mit bundesweiten Warnstreiks will die Gewerkschaft Verdi seit Jahresbeginn den Druck in der laufenden Tarifrunde für 12 000 Beschäftigte der Geld- und Wert-Branche erhöhen. Verdi fordert eine Erhöhung des Stundenlohns um 1,50 Euro jährlich beziehungsweise eine Gehaltserhöhung von 250 Euro pro Monat. Heute wollen die Fahrer ab 11 Uhr mit ihrer Demonstration durch das Bankenviertel auf ihren Arbeitskampf aufmerksam machen. Der Protestzug beginnt am Gewerkschaftshaus in der Wilhelm-Leuschner-Straße. Wer wissen will, wie sich die Fahrer fühlen, die täglich Millionenwerte durch die Gegend fahren, sollte den Artikel unserer Autorin Friederike Tinnappel lesen.

Frankfurter Polizei fahndet nach Messerstecher

Mit gleich drei versuchten Tötungsdelikten hatte es die Frankfurter Polizei in der Silvesternacht zu tun. Nach einem mutmaßlichen Messerstecher fahnden die Ermittler immer noch. Er soll im Zeitraum von 2.15 Uhr und 2.30 Uhr einen 21 Jahre alten Mann zwischen der Biebergasse, der Hauptwache und der Großen Eschersheimer Straße niedergestochen haben. Nach einer Beschreibung der Polizei soll es sich bei dem Gesuchten um einen etwa 20 Jahre alten, etwa 1,75 Meter großen, schlanken Mann mit ovalem Gesicht handeln. Sein Haar soll dunkelbraun, schulterlang und an den Seiten rasiert sein. Zur Tatzeit soll er eine graue Daunenjacke getragen haben. Wer mehr über die Vorgänge in der Silvesternacht wissen will, der sollte diesen Artikel lesen.

Die Frankfurter Polizei ist nicht nur mit der Aufarbeitung der Silvesternacht beschäftigt, am gestrigen Donnerstag machte sie in der Stadt auch umfangreiche Kontrollen, um Autofahrer ausfindig zu machen, die während der Fahrt zum Mobiltelefon greifen. Lesen Sie dazu den Bericht unseres Autoren Georg Leppert.

Schmierereien vor NPD-Veranstaltung in Büdingen

Vor einer NPD-Veranstaltung am morgigen Samstag in Büdingen (Wetterau) haben Unbekannte am Donnerstagabend ihren Protest dagegen An der Fahrbach auf einen Gehweg und einen Parkplatz gesprüht. Wie die Wetterauer Polizei heute Morgen berichtete, soll eine Gruppe von sechs bis sieben Personen Aussagen wie „Nazis haut ab“ und „Refugees Welcome“ sowie Zeichen wie Hammer und Sichel dort gegen 22.30 Uhr auf Pflaster und Asphalt aufgebracht haben.  Sie ermittelt jetzt wegen Sachbeschädigung mit politischem Hintergrund. Die rechtsextreme NPD will in Büdingen in der Stadthalle einen „Neujahrsempfang und Jahresauftakt 2019“ abhalten. Lesen Sie dazu den Bericht unseres Autoren Hanning Voigts.

Neue Zahlen zum hessischen Arbeitsmarkt

Die Bundesagentur für Arbeit legt heute ab 10 Uhr die hessischen Arbeitsmarktzahlen für den Dezember und damit auch für das Gesamtjahr 2018 vor. Zum Winterbeginn ist eigentlich eine Zunahme der Arbeitslosenzahl üblich. Dem steht aber die ungebrochene Nachfrage der Unternehmen nach zusätzlichen Arbeitskräften gegenüber, von der die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Donnerstag berichtet hatte.

Die Betriebe mussten zuletzt im Schnitt 135 Tage lang suchen, um eine Stelle neu mit einer Fachkraft besetzen zu können. Im besten November seit 1992 waren in Hessen noch 144 089 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das entsprach einer Quote von 4,3 Prozent aller Erwerbspersonen. (mit dpa)

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