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Polizisten sichern in Frankfurt Rettungskräfte, die einen Verletzten abtransportieren.

Silvester in Hessen

Gewalttaten beschäftigen Frankfurter Polizei

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Viele Einsätze halten in der Silvesternacht die Polizei in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet in Atem. In Frankfurt gibt es eine Messerstecherei, die fast tödlich endet. Außerdem wird ein Mann auf das Gleis einer S-Bahn gestoßen.

Zum Jahreswechsel ist es in Hessen zu zahlreichen Einsätzen von Polizei und Feuerwehr gekommen. In Frankfurt gab es eine Messerstecherei, bei der ein Mann schwer verletzt wurde. Außerdem wurde ein Mann im Hauptbahnhof auf das Gleis einer S-Bahn gestoßen. Insgesamt sei  der Jahreswechsel in Frankfurt aber  überwiegend friedlich verlaufen, so die Bilanz der Frankfurter Polizei. In Nidderau (Main-Kinzig-Kreis) ist ein Mann bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden, als er auf der Straße sein Feuerwerk anzünden wollte. In Groß-Gerau wurden vier Menschen bei einem Unfall schwer verletzt. 

Bei einer Messerstecherei in der Frankfurter Innenstadt ist in der Silvesternacht ein 25 Jahre alter Mann schwer verletzt worden. Wie die Frankfurter Polizei am Neujahrstag berichtete, war der 25-Jährige kurz vor 1 Uhr morgens  mit Freunden in der Biebergasse unterwegs, als er dort auf einen 17-Jährigen und seine Clique stieß. Aus bisher unbekannten Gründen kam es zu einem Streit, in dessen Verlauf der 17-Jährige auf den Älteren einstach. Andere kamen dem 25-Jährigen zu Hilfe. Der 17-Jährige flüchtete zunächst, wurde aber wenig später an der Hauptwache von der Polizei gefasst.  

Frankfurt: Mann im Hauptbahnhof vor S-Bahn gestoßen

Dies war nicht das einzige versuchte Tötungsdelikt, das die Frankfurter Einsatzkräfte in der Nacht beschäftigte. Ein 28 Jahre Mann wurde am Hauptbahnhof am Gleis 103 gegen 2.30 Uhr im Verlauf eines Streits von einem 22-Jährigen in ein Gleisbett gestoßen als gerade eine S-Bahn einlief, berichtete die Bundespolizei. Der 28-Jährige kam mit einem Schreck davon, weil der Fahrer der S-Bahn den Zug mit einer Schnellbremsung wenige Meter vor ihm zum Stehen bringen konnte. Der 22-Jährige wurde festgenommen. Gegen ihn werde wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt, so die Bundespolizei. 

Die Polizei fahndet zudem noch nach einem Mann, der ebenfalls in der Biebergasse einem 21-Jährigen eine Stichverletzung zugefügt haben soll.

Die Frankfurter Polizei ermittelt in einem Fall wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung. Der Vorfall soll sich gegen 1.30 Uhr an der Tanusanlage ereignet haben. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung habe der Täter nicht ermittelt werden können. Die Frankfurter Polizei bittet mögliche andere Opfer von sexuellen Übergriffen, sich bei ihr zu melden.

25 vorläufige Festnahmen in Frankfurt

In der Platensiedlung im Stadtteil Ginnheim  sowie in Preungesheim und Rödelheim mussten die Polizei sowie die Feuerwehr zu zahlreichen Bränden von Müllcontainern ausrücken. Auch ein Motorrad, ein Motorroller sowie drei Pkw standen in diesem Bereich sowie in der Innenstadt in Brand. Die Ermittlungen bezüglich der Brandursache dauern jeweils an. Der Versuch, auf den Straßen Barrikaden zu errichten, sei durch die eingesetzten Kräfte frühzeitig erfolgreich unterbunden, so die Frankfurter Polizei weiter.

Im Verlauf der Nacht sei es in Frankfurt zu insgesamt 25 vorläufigen Festnahmen, unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen das Waffengesetz sowie wegen des Verdachts der Widerstandshandlung, Körperverletzung und Sachbeschädigung gekommen. Darüber hinaus wurden 9 Personen in Gewahrsam genommen, da sie gegen Aufenthalts- und Betretungsverbote verstoßen hatten. 

Nidderau: Mann beim Knallen von Auto erfasst

Ein  21 Jahre alte Mann war zum Jahreswechsel dabei, im Nidderauer Stadtteil Windecken (Main-Kinzig-Kreis) auf der Wartbaumstraße sein Feuerwerk zu entzünden, als ihn ein 25 Jahre alter Autofahrer übersah und mit seinem Wagen erfasste. Der 21-Jährige wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen am Neujahrstag berichtete. Der Autofahrer flüchtete nach dem Zusammenstoß, konnte aber nach kurzer Zeit von der Polizei festgenommen werden. Dabei stellte sich heraus, dass der 25-Jährige angetrunken am Steuer gesessen hatte. Ihm droht im neuen Jahr ein Strafverfahren wegen Unfallflucht und Fahrens unter Alkoholeinfluss.

Groß-Gerau: Auto kommt von Straße ab

Vier Menschen sind am frühen Morgen des Neujahrstages bei einem Unfall in Groß-Gerau verletzt worden. Ein 22 Jahre alter Autofahrer kam gegen 3 Uhr im Wasserweg in einer Rechtskurve von der Fahrbahn ab und prallte mit seinem Wagen frontal gegen ein Firmengebäude. Wie die Groß-Gerauer Polizei weiter berichtete, mussten der 22-Jährige und drei Insassen des Fahrzeugs mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach ersten Ermittlungen war der Fahrer zu schnell unterwegs gewesen und hatte zudem Alkohol getrunken.  An seinem Auto entstand ein Total schaden in Höhe von 20.000 Euro.

Im Bereich Gießen gab es in der Nacht zum Dienstag mehr als 200 Notrufe und über 140 Einsätze, wie die Polizei mitteilte. Im Raum Wiesbaden habe es mehrere kleine Brände gegeben. In Rüsselsheim brannte es am Montagnachmittag in einem Wohnhaus. Menschen seien nicht verletzt worden, teilte die Polizei mit. Ursache könnte ein technischer Defekt gewesen sein. Der Sachschaden wurde auf 200 000 Euro geschätzt.

In Kassel löste eine Rakete auf einem Balkon einen Brand aus. Der Sachschaden wurde auf 5000 Euro geschätzt. 

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