+
Gemeinsames Weihnachtssingen auf dem Markplatz in Bad Homburg - mit Text für alle. renate hoyer

Weihnachtsmarkt in Wiesbaden und Bad Homburg

Finale mit Rudelsingen und Weihnachtsgeschichte

  • schließen

Die Weihnachtsstadt-Profis in den Kurstädten ziehen eine positive Bilanz. Die Veranstaltungen in Wiesbaden und Bad Homburg enden mit Gesang.

Mit gemeinsamen Gesangseinlagen auf öffentlichen Plätzen haben die Menschen in Wiesbaden und Bad Homburg den Advent am Wochenende verabschiedet. Mit „Liedern für Kinder und Erwachsene“ auf dem Schlossplatz zwischen Rathaus und Landtag, mit einem bunten Potpourri auf dem Bad Homburger Marktplatz, bei dem auch ein bisschen Weihnachtsgeschichte, viel Glühwein und elektronische Hilfe nicht fehlten. „Wir singen jetzt ein Lied, das sie bestimmt alle kennen“, so eine der „Honey Twins“ auf der bunten Bühne. Wir singen „Oh, du fröhliche …“ und im Hintergrund läuft der Text auf einer großen Leinwand mit.

Insgesamt gilt in Bad Homburg das Experiment geglückt, „marketingtechnisch alles unter ein Dach“ zu bringen, was die Vorweihnachtszeit in der Kurstadt für Einheimische und Gäste so attraktiv macht. Das Publikum und die Protagonisten sind zufrieden. Die Weihnachtsstadt Bad Homburg als „All-Inklusive-Modell“ hat ihre Feuertaufe bestanden. Dazu hat auch die Aktionsgemeinschaft der Einzelhändler beigetragen. Erstmals nach 20 Jahren hat das Stadtmarketing auch die Organisation des „Romantischen Weihnachtsmarktes“ im Landgrafenschloss übernommen und damit sein Weihnachts-Portfolio komplettiert.

Wirklich zurücklehnen kann sich Nina Gerlach erst am 13. Oktober: Wenn der Mayrhofen-Stadl wieder in der österreichischen Partnerstadt steht und die letzten Spuren des „Eiswinters“ im Kurpark getilgt werden. Die Leiterin des Stadtmarketings wird zufrieden sein mit dem Vollbrachten, positiv gestimmt ist sie schon zum Weihnachtsfest. „Eigentlich recht zufrieden“ seien ihr all die Menschen in der Weihnachtsstadt begegnet, mit denen sie unzählige Gespräche geführt hat, um ihre Stimmung aufzunehmen. Der „Shopping-Express“, also die Historische Bimmelbahn als Verbindung zwischen Handel und Schloss, sei „sehr gut angekommen“, auch die kleinen Veränderungen im Schlosshof, um diesen durch noch weniger Engstellen sicherer zu machen.

Das einschränkende „eigentlich“ sei ein bisschen der an manchen Tagen einfach nicht passenden Wetterlage geschuldet. Ausgerechnet mit Sturm und Regen auch noch zweimal an einem Freitag, der neu im Programm war. „Da tun einem die Aussteller und Händler richtig leid“, sagt die Marketingchefin. „Da muss man durchhalten.“ Im doppelten Sinn. Heißt: Der Freitag muss erst noch richtig ankommen beim Publikum, „die Werbung muss noch durchtropfen“. Etabliert werden soll der dritte Tag an den vier Advent-Wochenenden auf jeden Fall, langfristig sei es Ziel, den Markt durch mehr Veranstaltungstage auch günstiger für die Stadt zu machen, die in diesem Jahr um die 90 000 Euro dazugeben musste.

Nicht einmal offensichtlich schwer bewaffnete Polizisten konnten hingegen die vorweihnachtliche Feierfreude unzähliger Menschen in der Landeshauptstadt bremsen. Reaktion auf das Attentat von Straßburg, „die Sicherheitsstufe wurde in Absprache mit der Polizei um eine Stufe höhergesetzt“, so Oliver Heiliger, für die Weihnachtsstadt zuständiger Betriebsleiter in der Wiesbaden Marketing GmbH. Zusätzlich zu Betonsperren und Stahlseilen an den großen Feierplätzen, wurden an der Friedrichstraße weitere besetzte Sperren arrangiert. „Sicherheit finden alle gut, es gab keinerlei negative Rückmeldung zu unserem Konzept“, so Heiliger.

Die Polizei war auch mit großem Aufgebot vertreten, als zur Eröffnung des bekannten „Sternschnuppenmarktes“ vom Himmel herabschwebende Engel auf dem Schlossplatz landeten. 5000 Besucher waren gemäß Sicherheitskonzept zugelassen, danach nur noch Engel. Sternschnuppenmarkt und Riesenrad auf dem Mauritiusplatz, Eisbahn am Warmen Damm und Lumen-Alm, „eine gelungene Geschichte“, so das Fazit von Oliver Heiliger. Einfache Rechnung: „Wenn es keine negative Rückmeldung gibt, dann war meistens alles gut.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare