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Der Dalai Lama nimmt bei seiner Ankunft vor einem Hotel in der Innenstadt ein Bad in der wartenden Menge.

Dalai Lama in Darmstadt

Dalai Lama auf dem Karolinenplatz begrüßt

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Die Tibeter heißen ihr geistiges Oberhaupt willkommen. Der Dalai Lama ist zum ersten Mal in Darmstadt. Das Symposium am Mittwoch wird im Livestream übertragen.

Tibetische Flaggen und weiße Kataks schwenkend, haben rund 150 Tibeter und andere Interessierte den Dalai Lama am Dienstag bei seiner Ankunft in Darmstadt begrüßt. Als seine Heiligkeit am Mittag bei strahlend blauem Himmel am Karolinenplatz aus dem Wagen stieg, hatten sich bereits zahlreiche Tibeter in traditionellen Landestrachten vor seinem Hotel aufgereiht. Er schritt gemächlich an ihnen entlang und unterhielt sich mit vielen. „Er freute sich sichtlich“, sagte Kay Ehrbar, der seit 20 Jahren Mitglied der Tibet-Initiative Darmstadt ist. Der ehemalige Vereinssprecher, der ein Hemd mit Tibet-Flagge trug, hatte besonderes Glück: „Er hat mir die Hand geschüttelt. Das hat mich völlig überrascht“, sagte er. Ein Moment, den er sicher nicht so schnell vergessen werde.

Auch die Polizei war vor Ort. Es sei alles friedlich verlaufen, sagte Ehrbar. Bereits im Vorfeld hatten die Sicherheitskräfte den Auftritt des geistigen Oberhaupts der Tibeter als „nicht problematisch“ eingestuft. Auch wenn der Dalai Lama bislang Hessen häufiger besuchte als andere Bundesländer, weilt er zum ersten Mal in Darmstadt. Dort wird er am heutigen Mittwoch beim Symposium „Gewaltlosigkeit ist der Weg“ mit den Friedensnobelpreisträgern Lech Walesa und Rebecca Johnson von der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen sowie Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) über friedliche Konfliktlösung sprechen. 1500 Gäste werden im Kongresszentrum Darmstadtium erwartet. Da die Tickets schnell ausverkauft waren, wird das Symposium per Livestream unter dalailama-darmstadt.de im Internet gezeigt.

In Darmstadt lobte der Dalai Lama die Aufnahme von Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten in Deutschland und anderen Ländern Europas. Es sei aber auch wichtig, dass geflüchtete Menschen wieder in ihre Heimatländer zurückkehrten. Voraussetzung sei, dass dort wieder Frieden eingekehre. Für den Rest des Tages zog sich der 83-Jährige zurück. Nach 14 Uhr unternehme er nie etwas, hieß es von den Organisatoren. (mit dpa)

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