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Laut Innenminister Peter Beuth (CDU) ging es bei Schusswaffeneinsätzen in 99 % aller Fälle um verletzte Tiere.

Hessen

Hessische Polizei greift immer öfter zur Schusswaffe

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Hessens Innenminister Peter Beuth berichtet von 1263 Einsätzen im vergangenen Jahr – zwei Menschen wurden getötet.

Die hessische Polizei macht immer häufiger von der Schusswaffe Gebrauch. Das geht aus Antworten von Innenminister Peter Beuth (CDU) auf Fragen des FDP-Abgeordneten Stefan Müller hervor.

Danach setzten die Beamten im vergangenen Jahr 1263 Mal solche Waffen ein. Im Jahr zuvor waren es 1250 Fälle, im Jahr 2016 erst 1022 Fälle. In 99 Prozent der Fälle ging es dabei nach Beuths Angaben um verletzte Tiere. Zu den Schusswaffen der Polizei zählen Pistolen, Maschinenpistolen, Gewehre und „Wirkmittelwerfer zum Verschießen von Signal- und Reizstoffen“, die gesetzlich als Schusswaffen eingestuft seien, so Beuth.

Im Jahr 2018 wurden der Antwort zufolge zwei Menschen durch den Einsatz der Polizeiwaffen getötet und drei verletzt. 2017 waren zwei Todesopfer zu beklagen, aber keine Verletzten. Für 2016 registrierten die Behörden ein Todesopfer und vier Verletzte.

Der FDP-Politiker Stefan Müller fragte auch den Einsatz des Tasers ab, eines Schussgeräts, das die getroffene Person durch einen Elektroimpuls mattsetzt. Diese Waffe wurde nach Beuths Angaben in diesem Jahr bisher elf Mal von der Polizei eingesetzt. Im zweiten Halbjahr 2017 habe es drei Einsätze des Elektroimpulsgeräts gegeben.

Fragen des FDP-Abgeordneten nach der Zahl der Schlagstockeinsätze konnte der Minister nicht beantworten. Diese Einsätze würden statistisch nicht erfasst, teilte Beuth mit.

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