Im Textilbereich des Rodgauer Strandbads herrschte am Sonntag in manchen Abschnitten große Enge.
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Im Textilbereich des Rodgauer Strandbads herrschte am Sonntag in manchen Abschnitten große Enge.

Rodgau / Langen

Polizei an den Badeseen in Rodgau und Langen

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Zu wenig Abstand und zu lange Warteschlangen haben am Sonntag dafür gesorgt, dass die Polizei Streifen an die Badeseen in Rodgau und in Langen schicken musste.

An den großen Badeseen im Kreis Offenbach ist am Sonntag die Polizei auf den Plan getreten. In Rodgau wurde sie nachmittags von Badegästen gerufen, die die Enge monierten. Am Langener Waldsee forderten die Strandbadbediensteten selbst Polizeiunterstützung an, „weil es plötzlich zu einem großen Ansturm aus den Waldwegen kam“, so Joachim Kolbe, Geschäftsführer der Bäder- und Hallenmanagement GmbH.

Strandbad Rodgau: Fast 6.000 Besucher

5800 Besucher zählte man am Sonntag im Rodgauer Strandbad – über den ganzen Tag verteilt. „4000 waren es in der Spitzenzeit“, sagt die städtische Pressesprecherin Sabine Hooke; 5500 Besucher gleichzeitig sind dort nach den neuesten Corona-Vorschriften erlaubt. Die Besucher hätten sich im Strandbad aber ungleichmäßig verteilt, so Hooke. „Am Wasserspielplatz war es eng, unterhalb der Volleyballplätze waren noch Plätze frei.“

Langener Waldsee: Lange Warteschlange

Auf die Schnelle seien zwei zusätzliche Sicherheitskräfte geordert worden, die immer wieder auf die Abstandsregel hingewiesen hätten. Die alarmierten Polizisten hätten sich vor Ort ein Bild von der Situation gemacht und seien dann wieder abgezogen. Die Stadt könne nämlich durch ihr Ticketing-System auf die Minute genau sagen, wie viele Besucher sich im Bad aufhalten. „Um 16 Uhr haben wir keine Tickets mehr verkauft“, so Hooke. Sie kündigte nun eine ergebnisoffene Evaluation an.

Am Langener Waldsee gab es keine Enge, wohl aber eine lange Warteschlange, die sich nachmittags plötzlich bildete. Als rund 4000 Besucher im Strandbad waren, seien Menschen plötzlich „aus Ecken gekommen, aus denen normalerweise keiner kommen kann“, so Kolbe. Die Waldwege seien nämlich mit Schranken abgesperrt – aber die waren anscheinend kaputt. „Leute parkten ihre Autos illegal im Wald und an der Bundesstraße 44 und liefen querfeldein zu Fuß zum See“, so Kolbe. Die Verantwortlichen alarmierten die Polizei, die einen Streifenwagen ans Ende der Warteschlange stellte und dann niemanden mehr ins Bad ließ. „Um 16 Uhr war Einlassstopp“, sagt Kolbe. Es gab Durchsagen, dass die Falschparker abgeschleppt werden. Die Polizei schrieb sie aber dann doch nur auf.

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