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Justizia wacht - auch über Menschen, die frühere Kollegen verletzten.

Aus dem Gerichtssaal

Pole erschlägt Onkel mit Stein

Der 31-jährige Angeklagte sagte vor dem Richter, es sei ein "spontaner Entschluss" gewesen. Sowohl Opfer als auch Täter waren mächtig betrunken. Bei beiden wurde jeweils rund drei Promille Alkohol festgestellt.

Frankfurt. Im Mordprozess gegen einen 31 Jahre alten Polen hat der Angeklagte am Montag ein Geständnis abgelegt. Vor dem Landgericht Frankfurt räumte der Straßenbauer erstmals ein, seinen 50 Jahre alten Onkel im September 2008 auf einem Grillplatz in Frankfurt-Sossenheim mit einem 21 Kilogramm schweren Stein erschlagen zu haben.

Es sei ein "spontaner Entschluss" gewesen. Sowohl Opfer als auch Täter waren dabei erheblich betrunken. Bei beiden wurde jeweils rund drei Promille Alkohol festgestellt.

"Der Vorfall ist schrecklich, aus heutiger Sicht", sagte der Angeklagte. Ein Tatzeuge aus dem Umfeld des Angeklagten berichtete, auch direkt nach der Tat, bei der der Schädel des Opfers völlig zertrümmert worden war, habe man sich "erstmal eine Flasche Bier aufgemacht". Die Hintergründe der Bluttat blieben jedoch weiter im Dunkeln.

Das Gericht nimmt längerfristige familiäre Spannungen an, deren Ursprung in Polen liegen. Die Staatsanwaltschaft geht in der Anklage von den beiden Mordmerkmalen der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe aus. Der Prozess wird fortgesetzt. (dpa/lhe)

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