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Mitglieder der Piusbruderschaft gehen am Samstag (11.09.10) in Fulda während der Wallfahrt der Piusbruderschaft durch die Stadt.

Fulda

Rund 600 Gläubige bei Wallfahrt der Piusbruderschaft

Gut 600 Gläubige sind in einer Prozession durch Fulda gezogen. Für internationale Aufregung sorgte in der Vergangenheit der Pius-Bruder Richard Williamson. Der Brite hat wiederholt den Holocaust geleugnet.

Fulda. Gut 600 Gläubige haben am Samstag an der traditionellen Nationalwallfahrt der umstrittenen Piusbruderschaft in Fulda teilgenommen. Gemeinsam mit etwa 50 Mitgliedern der Bruderschaft zogen sie in einer Prozession durch die Stadt.

Teil der jährlichen Glaubenskundgebung der traditionalistischen katholischen Priester ist auch ein Festhochamt in lateinischem Ritus. Die Organisatoren hatten nach eigenen Angaben rund 1500 Gläubige erwartet.

Im vergangenen Jahr hatte Fuldas Bischof Heinz-Josef Algermissen dazu aufgerufen, nicht an der Prozession der Pius-Pilger teilzunehmen. Im Juni 2009 hatte die Bruderschaft trotz Protesten eine Kirche in der osthessischen Stadt geweiht. Bischöfliche oder sakramentale Handlungen sind ihr aber nicht gestattet, seit sie vom Vatikan suspendiert wurde.

Für internationale Aufregung sorgte in der Vergangenheit der Pius-Bruder Richard Williamson. Der Brite hat wiederholt den Holocaust geleugnet. Gegründet wurde die Bruderschaft 1970 von dem französischen Erzbischof Marcel Lefebvre. (dapd)

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