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Eine Baumfällmaschine arbeitet sich langsam durch den Wald am Rande der mittelhessischen Stadt Lich.

Natur

Pilz verschont Zierahorn in Hessen

In  Wäldern und Parks in Hessen werden wegen der Rußrindenkrankheit Bäume gefällt. Gartenfreunde müssen sich um ihre Ziergewächse derzeit  keine Sorgen machen.

Zahlreiche Ahornbäume in Hessen sind von einem schädlichen Pilz befallen und müssen gerodet werden, doch nicht alle Arten sind gleich stark betroffen. Die bei Gartenbesitzern beliebten japanischen Zierahornbäumchen seien nicht als Wirtspflanzen des Erregers der Rußrindenkrankheit bekannt, teilte das Regierungspräsidium Gießen mit, wo der hessische Pflanzenschutzdienst angesiedelt ist.

Der Pilz mit dem wissenschaftlichen Namen Cryptostroma corticale befällt in erster Linie den Bergahorn, vereinzelt auch Spitz-, Feld- und Silberahorn. Derzeit grassiert die Rußrindenkrankheit besonders stark in Mittelhessen: In Lich müssen deswegen rund 30 000 Bäume gefällt werden. Auch in Hungen und Bad Nauheim wurden Fälle gemeldet, außerdem in Offenbach. Die Stadt Frankfurt überprüft derzeit den Zustand ihrer Ahornbäume. Die Sporen des Pilzes können beim Menschen unter anderem Atemwegsprobleme verursachen.

In Hessen wurde die Rußrindenkrankheit nach Angaben des Regierungspräsidiums erstmals vor mehr als zehn Jahren in Griesheim (Kreis Darmstadt-Dieburg) beim Bergahorn beobachtet. Danach trat sie auch in anderen Gebieten Südhessens auf. "Betroffen waren meist Bergahornbäume im öffentlichen Grün in den Städten." An japanischen Zierahornbäumen sei die Rußrindenkrankheit in Hessen nicht nachgewiesen worden.

Der aktuelle Befall mit der Rußrindenkrankheit steht Experten zufolge im Zusammenhang mit dem trockenen und heißen Sommer 2018, der die Bäume geschwächt hat. In den hessischen Wäldern spielt Ahorn eine untergeordnete Rolle: Nach Angaben des Landesbetriebes Hessenforst wächst er nur auf 0,1 Prozent der Waldfläche. (dpa)

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