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Pietäten als Betreiber von Trauerhallen

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FDP will Privatisierung prüfen lassen

OBERURSEL - Können private Anbieter die Trauerhallen auf den Friedhöfen günstiger betreiben? Das will die FDP wissen und hat einen entsprechenden Antrag formuliert. Hintergrund: Die Friedhofsgebühren und die dazugehörige Satzung seien in den vergangenen Jahren oft Thema im Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss (HFDA) gewesen, so die Liberalen. Dabei habe wegen höherer Aufwände immer wieder nachjustiert werden müssen. „Ein Kostenfaktor, der besonders ins Auge sticht, sind die Trauerhallen, die derzeit nur mit hohem Aufwand durch den städtischen Eigenbetrieb BSO betrieben werden können“, gibt die FDP zu bedenken.

Dies habe zur Folge, dass Trauergemeinden selbst für kurze Nutzungszeiten sehr hohe Mieten berechnet bekämen. Die FDP-Fraktion will deshalb nun alternative Modelle für den Betrieb und die Unterhaltung der Trauerhallen prüfen lassen. „Wir kennen Modelle aus anderen Kommunen, bei denen die Trauerhallen durch ortsansässige Pietäten betrieben werden und so kostengünstiger unterhalten werden können“, so Michael Planer, der die FDP-Fraktion im HFDA vertritt.

Der Magistrat solle gebeten werden, mit Oberurseler Unternehmen in Kontakt zu treten, um zu prüfen, unter welchen Bedingungen der Betrieb, die Vermietung sowie die Unterhaltung der Trauerhallen auf den Oberurseler Friedhöfen auf private Anbieter übertragen werden könnten. Im HFDA soll der Magistrat dann spätestens im ersten Quartal 2023 über die Ergebnisse der Prüfung berichten. red

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