Naturschutz-Behörden

Personal für Umweltschutz fehlt

Umweltschützer beklagen die mangelnde Ausstattung bei den Behörden. Der  Arbeitsaufwand sei deutlich gestiegen.

Die Arbeitsbelastung hessischer Naturschutzbehörden hat nach Ansicht von Umweltschützern einen kritischen Punkt erreicht. Die daraus resultierenden Folgen seien ein „großes, wachsendes Problem“ für den Umweltschutz, sagte Thomas Norgall, Naturschutzreferent des BUND Hessen. Es fehle Personal für Kontrollen, wichtige Projekte blieben liegen. Die Aufgaben der Verwaltungen seien gewachsen, ohne die Personalausstattung entsprechend anzupassen, heißt es auch vom Naturschutzbund Nabu.

Besonders im Fokus stehen die Oberen Naturschutzbehörden bei den Regierungspräsidien. Gestiegen ist ihre Arbeitsbelastung vor allem durch Windkraft. Genehmigungen für Windräder sind oft Ziel von Klagen. „Die Oberen Naturschutzbehörden müssen sich laufend dazu äußern, das ist extrem umfangreich“, sagte Norgall. Den Behörden fehle auch Personal für Kontrollen sogenannter Ausgleichsmaßnahmen für Bauprojekte, zudem gebe es Verzögerungen bei der Umsetzung von Plänen für Schutzgebiete.

„Der Arbeitsaufwand für die Oberen Naturschutzbehörden ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen“, meinte Julia Stoye, Sprecherin des Umweltministeriums. Sie verweist aber darauf, dass einige neue Stellen geschaffen worden seien. Konkrete Zahlen nannte das Ministerium nicht. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare