MARKTFÜHRER

Partyservice ist Familiensache

Auch der bekannte Berliner Verleger Klaus Wagenbach gehört zur Familie, die im südlichen Westerwald ihren Ursprung hat. Aus dem Dorf Hundsangen waren Emma

Von WALDEMAR THOMAS

Auch der bekannte Berliner Verleger Klaus Wagenbach gehört zur Familie, die im südlichen Westerwald ihren Ursprung hat. Aus dem Dorf Hundsangen waren Emma und Hubert Wagenbach nach Frankfurt gekommen, 1932 gründeten sie das Geschäft an dem Ort, wo es sich bis auf den heutigen Tag befindet.

An Feinkost herrschte damals in Bornheim nur geringer Bedarf, niemand brauchte einen Partyservice, alle benötigten aber ein Lebensmittelgeschäft für die Dinge des täglichen Bedarfs. Ein solches betrieben die Wagenbachs denn auch; bis hin zum heute dort zu habenden gehobenen Sortiment dauerte es seine Zeit. "Heute ist das Außerhaus-Geschäft unser stärkstes Standbein", erklärt Junior Sascha Wagenbach den sich wandelnden Stand der Dinge, Mutter Beate und Onkel Günter Zeier nicken zustimmend.

Kundige Kunden finden im Laden so allerlei, was man woanders vergeblich sucht. Süßrahmbutter, seltenes Haselnussöl und gleich dreimal mit Trüffeln Aromatisiertes. Dann sind da Schichtkäse oder Topfen aus Bayern; Andechser Bio-Joghurt, irischer Wildlachs; die hervorragenden Würste des Hauses Rack & Rüther wie die Pasteten von Achenbach. Zu Halloween hatte man sich schön gruselige Leckereien einfallen lassen (abgehackte Finger aus Frankfurter Würstchen und Mandelplättchen) und dabei auch besonders viel Spaß am Herd.

Die eigenen Desserts, darunter Panna Cotta mit Mango oder Himbeeren, Zimt- und Schokomousse, schmecken auch wie mit Liebe gekocht; eine Mitarbeiterin sieht man tadellos reife Melonen und Ananas für Obstsalat würfeln. Unter den Getränken gilt Sascha Wagenbachs Augenmerk den feinen Schnäpsen der Häuser Nonino oder Gölles, die den feinsten Brand aus Vogelbeeren destillieren, den der Junior besonderes gern hat. Die auch vom Marktführer sehr geschätzten Adrian-Brände aus Großheubach finden sich indessen auch.

Nicht nur nach feinem Backwerk duftet es in Laden und Küche verheißungsvoll - "es wird auch immer was gekocht", wie es bei den Wagenbachs heißt. Wobei saftiger, täglich frisch gesottener Tafelspitz seit Jahren zum Sortiment gehört "wie Brötchen oder Gelbwurst". Dazu gibt es Brühe gratis, fast immer Grüne Sauce und Salzkartoffeln auf Wunsch. Wer möchte, kann das Rindfleisch eingeschweißt nach Hause tragen. Die es lieber selber sieden, freuen sich vielleicht über ein Rezept.

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