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Randall Wilkerson ist Mitglied der Bruderschaft Alpha Phi Alpha.
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Randall Wilkerson ist Mitglied der Bruderschaft Alpha Phi Alpha.

US-Amerikanische Studentenverbindungen

Partys und Aufnahmerituale

Das Modell Studentenverbindungen ist europäisch. Doch in den USA gibt es sie. Dort sieht das Modell etwas anders aus. Kathryn Connors und Randall Wilkerson erklären die Unterschiede.

In welcher Verbindung seid ihr?

Kathryn: Das darf ich leider nicht sagen, wenn das Gespräch veröffentlicht wird. Ich kann aber sagen, dass ich in einer sozialen Verbindung bin, das ist eine der traditionellen Art.Randall: Ich bin ein Mitglied der Alpha Phi Alpha Bruderschaft. Das ist die erste College-Bruderschaft für Afroamerikaner, die in den USA gegründet wurde.

Könnt ihr das Aufnahmeritual in eurer Studentenverbindung beschreiben?

Kathryn: Unsere Anwärterinnen müssen zunächst etwas über die Verbindung lernen. Anschließend testen wir sie an ein paar Tagen und machen witzige Kleinigkeiten mit ihnen. Die neuen Mädchen bekommen jeweils eine ältere Schwester zugewiesen, die ihnen dabei hilft. In manchen Verbindungen heißen diese Big Sisters, bei uns allerdings nicht.

Randall: Bei uns ist es ganz ähnlich. An einem Wochenende lernt der Pledge (Anwärter) etwas über die Geschichte der Verbindung und am zweiten Wochenende wird er darüber getestet. Ehrlich gesagt dauert das Aufnahmeritual aber bis zu sechs Wochen. Wir nennen das "being on the line". Dieser Vorgang ist bei den historisch schwarzen Bruderschaften und Studentinnenverbindungen ähnlich.

Welche Vorteile habt ihr durch die Mitgliedschaft?

Kathryn: Meine Mutter war froh als ich eingetreten bin, weil sie wusste, dass ich dort viele Freunde finden werde. Sie hatte recht: In vielen Fällen ist man mit den Leuten ein Leben lang befreundet. Vielleicht ist es auch ein Weg um Netzwerke zu pflegen... aber das kann man ja in anderen Gruppen auch.Randall: Bruderschaften sind Familien. Wir sind ein Bund fürs Leben, welcher aus großartigen Typen besteht, die alle sehr verschieden sind. Überall wo du hingehst, findest du Verbindungsbrüder, die sich immer gerne um dich kümmern. Im Gegensatz zu anderen Verbindungen, feiern wir aber nicht allzu viel. Höchstens ein oder zwei Mal im Monat schmeißen wir eine Party.

In Radalls Bruderschaft dürfen keine Frauen eintreten, in Kathryns keine Männer. Viele rein männliche und rein weibliche Verbindungen arbeiten zusammen. Trotzdem gibt es auch in den Vereinigten Staaten gemischte Studentenverbindungen.

Welche Verpflichtungen übernehmt ihr in eurer Verbindung?

Kathryn: Wöchentliche Treffen, philanthropische Events und viele andere Aktivitäten. Das hängt aber stark von deinem Amt ab. Wenn du Direktor oder Leiter bist, hast du natürlich auch mehr zu tun.Randall: In einer Bruderschaft gibt es zahlreiche verschiedene Pflichten. Wir funktionieren wie ein Unternehmen mit einem Präsidenten und vielen anderen verwaltenden Positionen. Außerdem müssen wir Gelder aufbringen und gemeinnützige Arbeit erledigen.

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