Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Am Ende kann es nur einen oder eine geben. Foto: Kay Nietfeld/dpa
+
Am Ende kann es nur einen oder eine geben.

Hessen

Bundestagswahl: Parteien in Hessen mobilisieren alle Kräfte

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
    schließen
  • Pitt von Bebenburg
    Pitt von Bebenburg
    schließen

Landtagspräsident Boris Rhein ruft zur Wahl auf. 4,3 Millionen Menschen in Hessen dürfen abstimmen – viele haben das auch schon getan.

Wiesbaden - Der Präsident des hessischen Landtages, Boris Rhein (CDU), hat die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich an der Bundestagswahl 2021 am 26. September zu beteiligen. „Demokratische Wahlen sind eine konkrete Möglichkeit, Politik aktiv mitzugestalten. Sie sind ein unmittelbarer Weg der Beteiligung und das Fundament unserer Demokratie“, sagte der Landtagspräsident.

Die 4,3 Millionen hessischen Wählerinnen und Wähler entscheiden mit ihrer Erststimme über die direkt gewählten Abgeordneten in den 22 Wahlkreisen, davon zwei in Frankfurt. Hinzu kommt mindestens die gleiche Zahl von Abgeordneten, die über Landeslisten der Parteien in den Bundestag einziehen. Darüber entscheiden die Zweitstimmen. Bei der vorigen Bundestagswahl 2017 entfielen 17 hessische Mandate auf die CDU, zwölf auf die SPD, je sechs auf FDP und AfD, fünf auf die Grünen und vier auf die Linke.

Bundestagswahl 2021: Parteien wollen in Frankfurt Kräfte mobilisieren

Bei der Bundestagswahl vor vier Jahren hatte die CDU in Hessen 30,9 Prozent der Zweitstimmen geholt, die SPD 23,5. Die AfD war mit 11,9 Prozent drittstärkste Kraft in Hessen geworden vor FDP (11,5 Prozent), Grünen (9,7) und der Linken (8,1). Damit holten SPD, FDP und Grüne in Hessen höhere Stimmenanteile als bundesweit, während Union, AfD und Linke unter ihrem Bundesergebnis blieben.

In den verbleibenden Stunden bis zur Schließung der Wahllokale wollen die Parteien noch einmal alle Kräfte mobilisieren. So wird es am Samstag in der Frankfurter Innenstadt kaum eine Straße ohne Infostand geben. Schon am Freitag hatten unter anderem SPD, Grüne und Linke in Veranstaltungen um Stimmen geworben.

Für Samstag laden die Grünen zu einem siebenstündigen Forum auf den Liebfrauenberg ein – inklusive kleiner Stadtführungen mit Politiker:innen. Die Direktkandidaten der FDP, Thorsten Lieb und Frank Maiwald, hetzen derweil durch die Stadtteile, und die SPD schickt ihren Hoffnungsträger Kaweh Mansoori zum Nachbarschaftsfest in Niederrad.

Bundestagswahl: So viele Briefwahlstimmen wie noch nie

Am späten Sonntagnachmittag beginnen dann die Wahlpartys der Parteien. Anders als noch bei der Kommunalwahl sind auch größere Treffen wieder möglich – ein Hygienekonzept vorausgesetzt.

So spannend diese Wahl auch wird – ein Ergebnis steht bereits fest: Nie zuvor werden so viele Menschen ihre Stimme per Briefwahl abgegeben haben. Von den exakt 428.425 Wahlberechtigten in Frankfurt (Stand Donnerstagabend) haben 173.745 Briefwahl beantragt. 146.964 Stimmzettel gingen beim Wahlamt wieder ein. Oliver Becker, Leiter der Behörde, rechnet damit, dass viele Wähler:innen den Stimmzettel noch am Sonntag direkt beim Amt abgeben werden.

Das muss bis 18 Uhr geschehen, dann beginnt die Auszählung der Stimmen. Insgesamt sind etwa 4700 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer in Frankfurt im Einsatz. Sie alle wurden auch in Hygienefragen geschult. Wichtigste Regel: Bei der Stimmabgabe soll Maske getragen werden. Wer sich weigert, darf zwar wählen, da das Wahlrecht ein sehr hohes Gut ist und nicht eingeschränkt werden soll. Allerdings müssen dann alle Personen, die nicht unbedingt benötigt werden, das Wahllokal kurzzeitig verlassen.

Mit dem FR-Newsletter bekommen Sie alle Neuigkeiten zur Bundestagswahl direkt in Ihr Mail-Postfach

Bundestagwahl: Wer nicht mehr dem Bundestag angehören wird

Bei zahlreichen Politikerinnen und Politikern aus Hessen steht bereits fest, dass sie nicht mehr dem neuen Bundestag angehören werden. So wurden die amtierenden Frankfurter Bundestagsabgeordneten Matthias Zimmer (CDU) und Ulli Nissen (SPD) von den Parteien in ihren Wahlkreisen nicht wieder aufgestellt.

Freiwillig zurückgezogen haben sich Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) aus der Bergstraße, Thomas Viesehon (CDU) und Sascha Raabe (SPD) aus dem Main-Kinzig-Kreis, der langjährige FDP-Schatzmeister Hermann Otto Solms (Gießen) sowie Bernd Siebert (CDU) aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Ex-CDU-Generalsekretär Peter Tauber hatte sein Mandat bereits vor einigen Monaten abgegeben. (Georg Leppert)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare