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Palantir-Mitgründer und -Chef Alexander Karp (r.) im Gespräch mit Springer-Konzernchef Mathias Döpfner.

Berlin

Palantir-Chef verteidigt Arbeit für Sicherheitsbehörden

Der Mitgründer und Chef der Datenanalyse-Firma Palantir, Alexander Karp, hat die Arbeit des Start-ups mit Sicherheitsbehörden etwa in Hessen verteidigt. In einem Interview des Podcasts „inside.

Der Mitgründer und Chef der Datenanalyse-Firma Palantir, Alexander Karp, hat die Arbeit des Start-ups mit Sicherheitsbehörden etwa in Hessen verteidigt. In einem Interview des Podcasts „inside.pod“ des Medienkonzerns Axel Springer verwies Karp unter anderem darauf, dass die hessische Polizei nach eigenen Angaben mit Hilfe der Software des Unternehmens einen Terroranschlag vereitelt habe.

„Ich erfahre von einer verhinderten Terrorattacke in Europa ungefähr ein Mal pro Woche“, sagte Karp weiter in dem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit Springer-Konzernchef Mathias Döpfner. „Ich denke, dass wenn diese Anschläge passiert wären, Sie eine ganz andere politische Realität hätten.“

Der Fall in Hessen war im Sommer bekanntgeworden, kurz bevor der Zuschlag für Palantir zum Thema für einen Untersuchungsausschuss des Landtags wurde. Der Ausschuss ging der Frage nach, ob die Vergabe des Auftrags rechtens war. Hessen hatte als erstes Bundesland Software von Palantir eingekauft.

Palantir gilt als eines der am höchsten bewerteten, aber auch besonders geheimniskrämerischen Start-ups. Die Software der Firma, die diverse Arten von Daten miteinander verknüpfen kann, soll unter anderem bei US-Geheimdiensten wie CIA und NSA sowie der Bundespolizei FBI im Einsatz sein. Karp hat seinerzeit Philosophie in Frankfurt bei Jürgen Habermas studiert.

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