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Bad Soden-Salmünster

Paddeln auf dem Kinzig-Stausee und Reiher beobachten

  • Detlef Sundermann
    VonDetlef Sundermann
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Bad Soden-Salmünster Entlang des Ufers entsteht ein Erlebnispfad mit Fernrohr und Liegen / Neuer Bootsanlegesteg

Der Kinzig-Stausee – oft auch Ahler See genannt, um ihn vom Kinzigsee bei Langenselbold zu unterscheiden – wird touristisch aufgewertet. Joggen, Spazierengehen und Radfahren um die gut sechs Kilometer lange Uferlinie des Gewässers, das zwischen Bad Soden-Salmünster und Steinau liegt, werden künftig nicht mehr die einzigen Angebote sein.

Denn nun fangen die Arbeiten für die „Ardea Seenwelt“ an. Welche Tiere um und in dem 125 Hektar großen See leben oder wie die 550 Meter breite Talsperre funktioniert, die die Kinzig seit 1982 bis zu zwölf Meter hoch und mehr als zwei Kilometer ins Land hinein aufstaut, darüber werden demnächst Erlebnis- und Beobachtungspunkte sowie interaktive Informationstafeln Auskunft geben.

Die Funktion des Stausees kann zudem auf einem Wasserspielplatz nachgestellt werden. Insgesamt werden 16 sogenannte Themeninseln entstehen. Hierzu zählen auch Ruheplätze mit Liegen und ein überdimensionales Nest zum Hineinkuscheln. Außerdem wird es eine Station zur Vogelbeobachtung geben und an mehreren Stellen werden Fernrohre installiert, um den Namensgeber der Seenwelt zu betrachten, den Graureiher (lateinisch ardea cinerea). Mit einer Boulderwand für Kinder und einem Kugelbahnturm sollen Besucherinnen und Besucher aktiv werden.

Wen es eher aufs Wasser zieht, der soll auch künftig die Möglichkeit dazu haben. Für Tretbootfahrten und das Stand-up-Paddling wird ein neuer Steg gebaut. Auch der alte Kiosk wird durch einen Neubau ersetzt. Nur eines wird es auch künftig nicht geben, eine Badeanstalt – denn Schwimmen ist in dem See verboten.

Das Konzept ist von der Tiroler Firma Pronatour in Abstimmung etwa mit Naturschutzverbänden und der Spessart Tourismus erstellt worden. Das Unternehmen hat sich vor allem in Österreich und in der Schweiz mit Erlebnispfaden und Themenparks einen Namen gemacht. Träger der Seenwelt ist der Zweckverband Erholungsanlagen, in dem der Kreis und Bad Soden-Salmünster vertreten sind. „Wir wollen auf dem Lern- und Erlebnispfad Kopf, Herz und Hand ansprechen“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD), zuständig für Umwelt und Tourismus.

Das 1,2 Millionen Euro teure Vorhaben wird vom hessischen Umweltministerium mit 500 000 Euro gefördert und vom Main-Kinzig-Kreis als „Leuchtturmprojekt für Umweltbildung, Tourismus und Naherholung“ bezeichnet. Die Eröffnung der Seenwelt ist für den 11. September geplant.

Verkehrstechnisch ist der See bereits gut erschlossen. Wer mit dem Auto reist, fährt auf der A66 und nimmt die Abfahrt Steinau. Ein Parkplatz ist vor Ort. Der Zug hält ebenfalls in Steinau, vom Bahnhof aus ist der See nach einem halbstündigen Fußweg erreicht. Fahrradfahrer kommen auf dem R3 zum Ziel.

www.tourismus-spessart.de

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